Exkursion zur Biogasanlage: Ein Blick hinter die Kulissen der Energiewende

Was passiert eigentlich mit den Resten vom Feld und vom Hof, bevor daraus Strom und Wärme erzeugt werden?

Um diese Frage zu beantworten, hat der Erdkunde-Kurs des 11. Jahrgangs von Frau Goosmann am Freitag, den 12.06.2026, eine Fahrradexkursion zum Hof Ebmeyer in Oldinghausen unternommen. Passend zum Thema Nachhaltigkeit haben wir uns dazu entschieden, den Weg klimafreundlich auf zwei Rädern zurückzulegen. Ziel unseres Ausflugs war die dort ansässige Biogasanlage, um hautnah zu erleben, wie nachhaltige Energieerzeugung in der Praxis funktioniert.

Nach unserer Ankunft wurden wir von Herrn Ebmeyer herzlich empfangen. Direkt zu Beginn wurde deutlich: Eine Biogasanlage ist weit mehr als nur ein „großer grüner Behälter“. In einer anschaulichen Führung erfuhren wir, wie durch den Prozess der Vergärung von z.B. Mist, Maissilage oder Kartoffeln in den riesigen Fermentern unter Sauerstoffausschluss Biogas entsteht. Anschließend wird das Gas in einem Blockheizkraftwerk zur Strom- und Wärmeerzeugung verbrannt.

Besonders beeindruckend waren für uns die Größe der Anlage, die Computersteuerung und die Erklärung, wie das Gas in Strom umgewandelt wird. Es war faszinierend zu sehen, wie ein lokaler Betrieb einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz leistet, indem er organische Abfälle direkt vor Ort in nutzbare Energie umwandelt.

Biogas ist eine grundlastfähige Energiequelle, die unabhängig von Wetterbedingungen wie Wind oder Sonne Strom produziert, und somit einen wichtigen Baustein der lokalen Energiewende bildet.

Die Anlage auf dem Hof Ebmeyer demonstriert eindrucksvoll, wie Abfallprodukte sinnvoll genutzt werden können, anstatt sie ungenutzt zu lassen. Denn: Die verbleibenden Gärreste werden als wertvoller Naturdünger auf die Felder zurückgebracht.

Wir danken Herrn Ebmeyer für seine Zeit. Die Anlage ist definitiv einen Besuch wert.

DAS KÖNNTE FÜR SIE EBENFALLS INTERESSANT SEIN

Das könnte Sie auch interessieren