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Physik

Die Suche nach dem Z-Boson: Der Physik-LK an der Uni Münster

Kurz vor den Abiturprüfungen ging es für den Physik-LK der Q2 noch einmal auf eine Exkursion. Das Ziel war die Universität Münster, wo unter Anleitung von Doktoranden der Teilchenphysik originale Daten des Large Hadron Colliders, eines Teilchenbeschleunigers am CERN, ausgewertet werden sollten. Bevor es jedoch an die Computer ging, stand zunächst ein kurzer Einführungsvortrag auf dem Programm. In diesem wurden dem Kurs die Grundlagen und Zusammenhänge des Standardmodells der Teilchenphysik nähergebracht, bevor mithilfe von Trockeneis eigene Nebelkammern gebaut wurden. Mit diesem konnten Myonen und Elektronen der kosmischen Hintergrundstrahlung nachgewiesen und sichtbar gemacht werden.

Im Anschluss an eine Mittagspause wurden die Schülerinnen und Schüler in die Auswertung der CERN-Daten eingewiesen. Mithilfe eines speziellen Computerprogramms konnten unterschiedliche Elementarteilchen anhand der charakteristischen Spuren im ATLAS-Detektor identifiziert werden. Diese wiederum erlaubten es, Rückschlüsse über die Kollisionen der ursprünglichen Elementarteilchen zu ziehen. So gelang es den Schülern, anhand der Daten die Masse des Z-Bosons, eines Austauschteilchens der schwachen Wechselwirkung, sehr genau zu bestimmen. Mit diesem Erfolgserlebnis ging es schließlich wieder zurück nach Herford, wo insbesondere die Teilchenphysik in den Abiturprüfungen kein Problem darstellen sollten.

Ein Weihnachtsgeschenk im neuen Jahr - die Klasse 6b gewinnt bei "Physik im Advent"

Die Vorweihnachtszeit ist auch immer wieder eine Zeit der Adventskalender. In guter Tradition wurde Raum 018 auch im vergangenen Dezember wieder dem Mathematik- und Physik-Adventskalender gewidmet. Bei „Mathe im Advent“ konnten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer an jedem Tag eine neue Aufgabe – getrennt nach zwei Altersgruppen – bearbeiten. Bei „Physik im Advent“ standen insgesamt 24 Experimente im Mittelpunkt, die meist mit alltäglichen Gegenständen durchgeführt werden können. Die 6b nahm geschlossen an Physik im Advent teil und freute sich nun Anfang Februar über einen Klassenpreis: im Laufe des kommenden Halbjahres wird die ganze Klasse den Potts-Park in Minden besuchen. Einen Buchpreis gewann zudem Leonie Diekmann aus der 5d.

Insgesamt nahmen ca. 40 000 Schülerinnen und Schüler in ganz Deutschland an Physik im Advent teil, sodass auch in diesem Jahr unter den besten Klassen und Einzelteilnehmern gelost werden musste. Umso mehr freuen sich alle Beteiligten, dass sie beim Durchführen der Experimente nicht nur einiges Neues lernen konnten, sondern dass der Aufwand am Ende auch durch Preise belohnt wurde.

Über den Wolken - das FGH war dort!

Hier finden Sie einen youtube-Videozusammenschnitt unseres Ballonfluges.

In einem Zeitraum von 4 Tagen hat die Klasse 9b des Friedrich-Gymnasiums Herford am Bau eines Wetterballons mit dem Ziel, diesen in die Stratosphäre aufsteigen zu lassen und Experimente in der Stratosphäre durchzuführen, gearbeitet. Das gelang mit Hilfe der Firma Stratoflights, die das Projekt begleitete.

In dieser Zeit wurden zunächst theoretische Grundlagen erarbeitet, die später in die Tat umgesetzt wurden: In verschiedenen Gruppen wurden unterschiedliche Entwürfe für eine Sonde, die der Ballon später in eine Höhe von ungefähr 36.000 Kilometern bringen sollte, und Experimente entwickelt. Am 26. September, zwei Tage nach dem Beginn des Projekts, wurde der mit Helium gefüllte Ballon schließlich mit einer von drei Sonden und den Experimenten sowie diversen anderen Geräten wie Kameras, die den gesamten Flug aufzeichneten, und GPS-Ortungsgeräten, die am Ende des Fluges beim Wiederfinden des Ballons halfen, steigen gelassen. Davor hatten Schüler die zu erwartende Flugroute des Ballons berechnet, um schon im Vorfeld einen ungefähren Eindruck davon zu erhalten, wo der Ballon später landen würde. In einer Höhe von über 35.000 Kilometern zerbarst der Ballon. Schließlich landete die Sonde an einem Fallschirm im Waldgebiet von Zierenberg, wo sie später von Lehrern und den Mitarbeitern von Stratoflights geborgen wurde. Am nächsten Tag werteten die an dem Projekt beteiligten Schüler die erhaltenen Messdaten dann aus.

Anschließend noch einige Bildimpressionen zur Entwicklungsphase, Start(vorbereitung), Landung/Bergung und zum Zustand der Sonde bei Auswertung der Messdaten.

Totale Mondfinsternis - Sternwarte des FGH öffnete extra in den Sommerferien

Aufgrund der totalen Mondfinsternis am Abend des 27.07.2018, die in der Sternwarte des FGH beobachtet werden konnte, öffnete das FGH trotz Sommerferien dafür extra seine Türen. 

Schon ab 20 Uhr herrschte ein großer Andrang. Bereits vor dem Beginn der Mond- finsternis konnten sich die Besucher, darunter auch viele Schülerinnen und Schüler des Friedrichs-Gymnasiums, bei perfekten Beobachtungsbedingungen Venus, Saturn und Jupiter durch das große Teleskop anschauen. Nach langem Warten und auch einigem Suchen zeichnete sich etwas später als angekündigt dann auch ab ca. 22 Uhr der bereits verdunkelte und aufgegangene Mond am Abendhimmel ab und rückte ins Zentrum der Beobachtung. Mit zunehmender Dunkelheit wurden immer mehr Details sichtbar, bis die totale Finsternis schließlich gegen 23 Uhr endete. Zuvor zeigte sich der Mond dann doch noch von seiner besten Seite in kupferrotem Glanz. Im Anschluss an die eigentliche Finsternis konnten neben dem wieder heller werdenden Mond noch weitere Objekte durch das Teleskop beobachtet werden. Mit besonderer Aufmerksamkeit wurde der Überflug des deutschen Astronauten Alexander Gerst in der Internationalen Raumstation ISS von den Sternenfreunden wahrgenommen.

Auch wenn das unerwartet große Interesse (ca. 100-150 Gästen) für relativ kurze Beobachtungszeiten am Teleskop selbst sorgte, war der Abend am Ende doch für viele Besucher ein Ereignis, an das sie sich noch lange erinnern werden.

Leistungskurs Physik der Q1 besucht die Herbstakademie in Bielefeld

Der diesjährige Besuch der Herbstakademie Physik in der Uni Bielefeld am 28.09. stand ganz im Zeichen der Wellenphysik: Gravitationswellen, Mikrowellen und die Eventphysik standen auf dem Programm. Das Flammrohr auf dem Foto (s.u.) zeigt visuell die Naturtöne eines Blasinstruments.

Physik Leistungskurs der Q2 in 30 Metern Tiefe unter dem Volkpark in Hamburg!

Der Tunnel hat die Form eines Kreises mit einem Durchmesser von 6,7 km. Der Teilchenbeschleuniger war bis zur Inbetriebnahme des CERN in Genf der größte Beschleuniger der Welt. Das DESY (DESY steht für das deutsche Elektronensynchrotron) und einige weitere Experimente und Beschleuniger zeigen sehr eindrucksvoll, was zuvor in zweieinhalb Jahren Physik Stück für Stück gelernt wurde. Fast alle Inhalte des abiturrelavanten Physikunterrichts werden hier noch einmal hautnah erlebt und für das kommende Abitur im Mai des nächsten Jahres wieder ins Gedächtnis gerufen. Darüber hinaus konnten die Schülerinnen und Schüler einen kleinen Einblick in die praktische Arbeit der Physiker am DESY bekommen. Immerhin arbeiten beim DESY rund 2500 wissenschaftliche Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen.

Physik-Leistungskurse der Q1 und Q2 besuchen die Herbstakademie Physik

Am 28.9. waren die Physik-Leistungskurse der Q1 und der Q2 mit den Physiklehrern Herrn Oberpenning und Herrn Juuls in der Universität Bielefeld zu Gast.

Die Herbstakademie Physik findet traditionell kurz vor den Herbstferien statt und richtet sich an physikinteressierte Schülerinnen und Schüler der Oberstufe. Seit 2003 beschäftigt sie sich mit verschiedensten Themen aus dem "normalen Leben", aber auch aus dem "Elfenbeinturm".

Im Jahr 2016 wurde der Bogen von ganz kleinen magnetischen Objekten über hochauflösende optische Mikroskopie hin zu Gravitationswellen geschlagen, die kürzlich erstmals experimentell nachgewiesen wurden.