Physik

Physikunterricht am FGH

Wann leuchtet eine Glühlampe? Warum fliegt ein Flugzeug? Planeten, Sterne, Kometen – was kann man alles am Nachthimmel sehen? E=mc² – Nur eine Formel?

Du suchst die Antwort auf eine oder mehrere dieser Fragen? Da kommt die Physik ins Spiel! Der Physikunterricht am Friedrichs-Gymnasium ist bereits in den Jahrgangsstufen 5 und 6 im Stundenplan vorgesehen. Altersangemessen wird hier dem Entdeckungsdrang junger Menschen nachgegeben, indem Alltagsphänomene hinterfragt und Erklärungen gefunden werden. Im Laufe der Sekundarstufe 1 werden dann Themen wie die Mechanik, Radioaktivität sowie Optik vertieft. Ergänzt wird der Physikunterricht immer wieder durch kleine Projekte sowie das selbstständige Planen und Durchführen von Experimenten.

 

Physik in der Oberstufe

Auch in der Oberstufe bildet die Physik für viele Schülerinnen und Schüler einen selbst gewählten Schwerpunkt ihrer Arbeit. So freuen wir uns, bisher immer sowohl einen Grund- als auch einen Leistungskurs anbieten zu können, in dem komplexe und aktuelle Themen der Physik von Jahr zu Jahr eine größere Rolle spielen. Die wissenschaftliche Vorgehensweise nimmt hier einen immer größeren Stellenwert ein.

In der Oberstufe haben sich des Weiteren Exkursionen zum DESY nach Hamburg und zu nahegelegenen Universitäten etabliert, um bereits frühzeitig einen Einblick in das Fach Physik an Universitäten zu ermöglichen.

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Zusätzliche Angebote

Neben dem planmäßig vorgesehenen Physikunterricht kann man in den Jahrgangsstufen 9 und 10 im Differenzierungsbereich einen physikalischen Schwerpunkt setzen, zum Beispiel in einem praktisch-orientierten Informatik-Technik-Kurs oder im Bereich der Fotografie.

Viele Jugendliche sind von der Astronomie besonders fasziniert. Ein Highlight ist die Sternwarte auf dem Dach unserer Schule. Diese wird aktuell für die Beobachtung aktueller, astronomischer Phänomene genutzt, sodass theoretisches Wissen mit Hilfe von Beobachtungen des Nachthimmels veranschaulicht werden kann. Zudem werden Fachinhalte immer wieder am Beispielen aus der Astronomie verdeutlicht und angewendet und haben ihren Einzug in den Lehrplan der Jahrgangsstufe 9 gefunden.

Aktuelle Berichte aus dem Fach Physik:

Beschleunigt ins Vergnügen – Physikexkursion in den Heide-Park

Am Mittwoch, den 10.06.2026 trafen sich die Schülerinnen und Schüler der Physikkurse des Friedrichs-Gymnasiums und des Ravensberger-Gymnasiums nicht wie üblich morgens in der Schule, sondern fuhren mit dem Bus in den Heide-Park. Im Physikunterricht der Einführungsphase waren zuvor viele Themen der Mechanik, wie beispielsweise gleichförmige und gleichmäßig beschleunigte Bewegungen, Fall- und Wurf- sowie Kreisbewegungen behandelt worden. Ausgestattet mit diesem Rüstzeug an theoretischem Wissen wurden im Physikunterricht unterschiedliche Fahrgeschäfte in Kleingruppen erarbeitet und Hypothesen über Kräfte und Beschleunigungen während der Fahrten aufgestellt.

Im Heide-Park selbst untersuchten die Schülerinnen und Schüler die Fahrgeschäfte nun genauer: Hierfür sind keine speziellen Geräte notwendig, sondern es reichen die in Smartphones eingebauten Sensoren, auf die mit der App Phyphox zugegriffen werden kann. Sowohl Achterbahnen als auch andere Fahrgeschäfte können dann anhand der Daten untersucht werden.

Mit dem Wissen, genug Daten für die Auswertung in den nächsten Physikstunden gesammelt zu haben, ging es am späten Nachmittag wieder in Richtung Herford, wo nun in den kommenden Unterrichtsstunden die Auswertung mithilfe von Graphen und Tabellenkalkulationen ansteht.

Mit dem ICE ins School Lab

Pünktlich um 7:28 Uhr startete der 9 Differenzierungskurs  Fliegen, Schweben, Schwimmen bei Herrn Juuls mit dem ICE nach Göttingen. Ziel war das School_Lab des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Göttingen. In der historischen Atmosphäre des Göttingen Windkanals und in anderen historischen Orten des DLR führten die Schülerinnen und Schüler Experimente an Strömungskanälen, Helikoptermodellen durch. Ein weiteres Highlight war die Herstellung eines Leichtbaufliegers in der Werkstatt. Nach mehr als vier abwechslungsreichen Stunden im DLR trat die Gruppe die Heimreise an und landete pünktlich wieder in Herford. 

Das FGH und Physik im Advent

Wenn es auf Weihnachten zugeht, ist es die Zeit der Adventskalender. Eine Konstante ist dabei in jedem Jahr „Physik im Advent“ ein Adventskalender, bei dem man jeden Tag ein kleines Experiment mit Alltagsgegenständen durchführen muss. Am Ende haben erfolgreiche Teilnehmer auch die Chance, etwas zu gewinnen.

Auch in diesem Jahr nehmen wieder einige Schülerinnen und Schüler des Friedrichs-Gymnasiums hieran teil und haben die Möglichkeit, die Experimente immer im Anschluss an den Unterricht in der Schule durchzuführen. So musste man in diesem Jahr z. B. Münzen anordnen, die Schwingungsdauer von Pendeln messen oder auf unterschiedliche Arten Sirup mit Wasser mischen. Etwas spektakulärer waren das Bauen eines Geschosses aus Pappbechern oder das Platzenlassen eines zum Teil mit Wasser gefüllten Ballons.

Die Experimente werden immer mithilfe von Videos experimentiert und aufgelöst und sind unter www.physik-im-advent.de abrufbar.

Anschließend hier ein jetzt im FGH aufgenommenes Video:

2025 Physik im Advent

Diese sieben Brücken bleiben stehen

Am Montag, den 22.04.2024 machte sich die 5b auf den Weg nach Bielefeld, um im experiMINT Schüler*innenlabor einen Workshop zum Thema „Kreative Brückenkonstruktionen“ zu besuchen.

Im Rahmen dieses Workshops bekamen die Schüler*innen einen kleinen Einblick in die Arbeitsweise von Ingenieur*innen: Nachdem zuerst Eier so „verpackt“, gepolstert und gesichert wurden, dass sie möglichst einen Sturz aus 3 m Höhe überstehen sollten, ging es in Kleingruppen darum Brücken zunächst zu entwerfen und anschließend zu bauen. Nach einer kurzen Einführung in verschiedene Brückenarten, bekamen die Gruppen vorgefertigte Holzklötze und Seile, um aus diesen Materialien möglichst stabile Brückenkonstruktionen zu entwerfen. Diese sollten einen vorgefertigten „Fluss“ überspannen und durften diesen auf keinen Fall berühren.

Bei diesem Vorhaben war es manchmal gar nicht so einfach, sich in den Teams auf eine Konstruktion zu einigen. Am Ende entstanden aber in den sieben Gruppen jeweils fertige Brücken, die selbstverständlich im Anschluss auch auf ihre Tragfähigkeit hin geprüft wurden: Während jede Brücke zunächst eine Masse von mindestens 13 kg tragen konnte (was laut Aussage der Workshopleiterinnen alles andere als selbstverständlich war), hielt die stabilste Brücke sogar einer Masse von 80 kg stand. So konnten am Ende alle Gruppen stolz auf ihre Ergebnisse sein.

Elementarteilchen im Nebel

Zum Abschluss der Qualifikationsphase stand für den Leistungskurs Physik noch einmal ein Experiment an, das man so nicht täglich im Unterricht findet: Mithilfe von Trockeneis wurden Nebelkammern gebaut, mit denen sich die Existenz von Elementarteilchen in unserer Umgebung nachweisen lässt. Dazu wird mithilfe von Trockeneis eine Bodenplatte so sehr gekühlt, dass sich zuvor in der Kammer verdunsteter Alkohol als übersättigter Dampf am Boden absetzt. In diesem Dampf erzeugen die Elementarteilchen durch Ionisation von Luftatomen und anschließende Kondensation des Dampfes charakteristische Spuren, die im Licht von Taschenlampen beobachtet werden konnten.

Anhand dieser Spuren ließen sich Elektronen (Photoelektronen sowie Beta-Strahlung), Myonen und Alpha-Teilchen beobachten. Diese Teilchen sind entweder Bestandteil der Höhenstrahlung oder Folge von radioaktiven Zerfällen, die auch in unserer Umgebung immer wieder natürlich stattfinden.