Dem Strukturwandel auf der Spur

Wie und warum verändern sich Räume und deren Nutzung? Diesen Fragestellungen gingen die Erdkundekurse der Jahrgangsstufe Q1 am Freitag, den 29.05.26, im Rahmen einer Fachexkursion ins Ruhrgebiet nach. Während die beiden Grundkurse von Herrn Böker sich mit dem Strukturwandel in Essen beschäftigten, zog es die Leistungskurse mit Frau Akkermann und Frau Goosmann nach Oberhausen.

In Essen erhielten die Grundkurse einen kurzweiligen und kompakten Überblick im Rahmen von zwei Studientouren des Regionalverbands Ruhr über verschiedene Strukturwandel, die sich in der Stadt vollzogen haben. So wurde deutlich, dass Stadt- und Wirtschaftsstrukturen ständig im Wandel sind und dieser Prozess auch nie abgeschlossen sein wird, was die Stadt und Wirtschaft vor immer neue Herausforderungen stellt. Besonders eindrucksvoll war der Anblick der alten Industrieanlagen der Zeche Zollverein, die als Relikte aus Zeiten des Bergbaus einen Eindruck davon vermitteln, wie das Ruhrgebiet einmal ausgesehen hat und wie dort gewirtschaftet wurde. Bei einer sommerlichen Hitze von über 30°C und teils drückender Luft war die Tour zeitweise zwar eine Herausforderung, insgesamt zeigten sich die Schülerinnen und Schüler aber zufrieden und dürften vom Exkursionstag mit vielen neuen Eindrücken nach Hause zurückgekehrt sein. Es zeigte sich wieder einmal, wie bereichernd es ist, Unterrichtsinhalte mal im Realraum und mit allen Sinnen nachzuempfinden und nicht nur in der Theorie im Unterricht zu besprechen.

Die Leistungskurse besuchten eine Ausstellung im Gasometer Oberhausen mit dem Titel „Mythos Wald“. Diese zeigt unter anderem auch sozialkritische Aspekte in Bezug auf die Regenwaldabholzung und ausbeuterischer Nutzung von Regenwaldgebieten zu wirtschaftlichen Zwecken.

Der Gasometer als ehemaliger Gasspeicher, ein Industriedenkmal der Montanindustrie, zeigt den Strukturwandel sehr deutlich in seiner heutigen Funktion als Ausstellungs- und Veranstaltungsobjekt.

Des Weiteren erkundeten die Schülerinnen und Schüler das CentrO Oberhausen, welches auf einem Gebiet erbaut wurde, das früher zur Montanindustrie gehörte. Das gesamte Areal bietet heute im Rahmen der Tertiärisierung verschiedene Möglichkeiten zur Konsum- und Freizeitgestaltung.  So ließ sich der Strukturwandel an diesem Beispiel ebenfalls hautnah erleben.

Das Teilnehmerbild vom Grundkurs finden sie unter dem Gesamtbericht auf der Fächerangebotseite „Erdkunde“ oder auch direkt hier

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