Vor einigen Tagen waren wir, die Klasse 8c, im Rahmen des Geschichtsunterrichts im Archäologischen Fenster am Münster (AFaM).
In dem modernen und interaktiven Museum kann man Geschichte erleben und nachempfinden – moderne Architektur trifft auf mittelalterliche Lebensweise. Man erfährt viel über die Geschichte des ehemaligen Damenstifts, das auf dem heutigen Rathausplatz stand.
Es wurde 790 in der Nähe von Bielefeld von einem Mann namens Wolderus gegründet. 800 wurde es auf den im heutigen Herford liegenden Hof Herivurth verlegt.
Einige Zeit später wurde es zum Reichsstift ernannt. Während dieser Zeit (ca. um 823) entwickelten sich außerdem einige Siedlungen und die Stadt Herford. Doch Brände und Eroberungen (durch die Ungarn) richteten immer wieder Zerstörungen an (z.B. 1250), denen jedoch immer auch ein Wiederaufbau mit Erweiterungen folgte.
In dem spannenden Museum lernt man auch viel über das mittelalterliche Leben. Wussten Sie, was Frauen für eine wichtige Bedeutung hatten? Durch einen Stadtbrand im Jahre 1638 wurden Stift und Stadt ein drittes Mal vollständig zerstört. Den Wiederaufbau verdankt Herford der ehemaligen Äbtissin Imma.
Durch die vielen Ausgrabungen und die luftige Architektur des AFaM fühlt man sich wie in die Vergangenheit zurückversetzt. Durch eine interessante Videopräsentation in der 1.Etage des Gebäudes mit bekannten Schauspielern wie Katharina Thalbach lernt man besondere Menschen und deren Geschichte auf eine neue Art und Weise kennen. Die Überreste früheren Lebens wurden ab 1988 umfangreich ausgegraben, viele Werkzeuge und Alltagsgegenstände kann man sich in Vitrinen im Original oder als Nachbauten ansehen.
Das neue Museum hat eine wichtige Bedeutung für Herford, da es den Menschen die heimatliche Geschichte auf eine moderne und neue Art näherbringt.
Auch wir hatten einen spannenden Tag im archäologischen Fenster und sind mit vielem, neuen Wissen zur Schule zurückgekehrt!
Leonie Küpper, 8c


