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Projektwoche 2020

Projekt Nr. 1 Multikulturalität im professionellen Sport

Exkursion zu Arminia Bielefeld

„Verein“ heißt auch vereinen. Warum ist dies so wichtig? Weil es das Gegenteil von Ausgrenzung im professionellen Sport verdeutlichen soll. Das und einiges mehr haben wir in unserem Projektkurs im Rahmen einer Exkursion am 06.02.2020 zum Fußballverein Arminia Bielefeld gelernt. Ansprechpartner waren Laura Bureck, Präventionsbeauftragte des Vereins, und Thomas Brinkmeier, der Fanbeauftragte. Es wurden viele Fragen gestellt und viele Dinge wurden angesprochen. Kernpunkte waren die Haltung und die Werte, Informieren und Sensibilisieren, Unterstützen und Vereinen statt auszugrenzen. Außerdem wurden Bildung, Integration, Inklusion, Gesundheit und Umwelt als Themenbereiche angesprochen, die im Profifußball und Vereinsleben eine zentrale Bedeutung besitzen.

Es wurde die Frage gestellt, wie man Rechtsextremismus oder Ausgrenzung im Fußball begegnen kann und es ist so, dass diese Formen von Ausgrenzung oftmals von “Fans” kommen, die gegen die Herkunft und die Hautfarbe einiger Spieler sind. Bei Regelverstößen kommen Maßnahmen zustande, beispielsweise werden Strafen gesetzt, die Ausgrenzenden werden ausgeschlossen und es können sogar Geldstrafen verhängt werden. Problematisch ist oftmals, dass man nicht über jeden Zuschauer in Kenntnis gesetzt ist, ob dieser an Ausgrenzung und entsprechendem Verhalten maßgeblich beteiligt ist.

Im April letzten Jahres gab es die “Bielefelder Aktionswoche gegen Rassismus”. Aufmerksamkeit war ein zentrales Ziel des Fußballvereins. Auf der einen Seite gab es dankbare Fans, aber es gab auch negative Folgen, da es auch homophobe Fans gab. Dies führte zu Diskussionen außerhalb und innerhalb des Stadions.

Auch social Media ist ein großes und weiterhin wachsendes Problem, da sich viele „Hater“ im Internet verstecken können und nicht in direkte Konfrontation treten müssen. Die mögliche Anonymität ist hier ein zentraler Punkt, der vom Verein unerwünschtes Verhalten gerade online begünstigt.

Als Gruppe haben wir von dieser Exkursion mitgenommen, dass es auch im Bereich des Profisports viele Menschen gibt, die sich gegen Rassismus stellen, es jedoch auch einige gibt, die sich immer noch wie Idioten anstellen und Ausgrenzung als alltägliche Situation und selbstverständlich ansehen. Gegen diese vorzugehen und ein solches Verhalten nicht zu dulden, muss die Aufgabe von uns allen sein. Jeder Mensch ist gleich und die Stärke eines Menschen sollte darin liegen, einen anderen aufgrund seines Charakters und nicht aufgrund seiner Äußerlichkeiten zu beurteilen oder zu bewerten!

(Rani Manssour)

Projekt Nr. 2 Vegane Lebensweise - wirklich gesund und sinnvoll?

Projekt Nr. 3 Spurensuche zur kulturellen Vielfalt in Herford

Welche Kulturen treffen in Herford, direkt vor unserer Haustür, aufeinander? Dieser Frage gingen 26 Schülerinnen und Schüler aus den Jahrgangsstufen 7 und 8 mit ihren Lehrern Frau Dümke und Herrn Böker im Rahmen der Projektwoche vom 05.-07.02. nach. Dazu sammelten sie nach einer grundlegenden Beschäftigung mit der Migrationsstatistik des Kreises Herford, Spuren der kulturellen Vielfalt in unserer Stadt: In Dreiergruppen wurden Menschen verschiedener Herkunft in acht Herforder Stadtvierteln interviewt und es wurden Spuren unterschiedlichster Kulturen fotografisch festgehalten. Vor allem Klingelschilder, aber auch Fahnen und Restaurants erwiesen sich dabei als ideale Hinweise auf das Zusammenleben vieler verschiedener Kulturen. Festgehalten sind die Ergebnisse auf liebevoll gestalteten Plakaten, die im Erdkunderaum 110 ausgestellt sind und sich über zahlreiche Leser freuen. Auf den Plakaten wurden die im Realraum erhobenen Daten auch in Form von Kreis- und Säulendiagammen dargestellt. Das Fazit der Projektwoche: Wenn man mit offenen Augen unterwegs ist, dann findet man zahlreiche Hinweise auf die kulturelle Vielfalt in unserer Stadt!

Projekt Nr. 4 Spurensuche zur kulturellen Vielfalt in Herford

Mit der kulturellen Vielfalt in Herford, aber mit einer anderen inhaltlichen Ausrichtung, haben sich ebenso Schülerinnen und Schüler der Jahrgänge 10 bis 12 beschäftigt.

Im Fokus standen hier die drei Untersuchungsgebiete Innenstadt, Bahnhofsviertel und Stiftberg. Mit eigens entwickelten Fragebögen haben die Schülergruppen Menschen in Herford zu unterschiedlichen Aspekten befragt. So hat sich beispielsweise eine Gruppe mit der Integration in Herford beschäftigt und die Frage nach einer gelungenen Integration gestellt. Insgesamt konnten 28 Personen in der Herforder Innenstadt und im Bahnhofsviertel interviewt werden. Das Fazit der Gruppe: Die Mehrheit spreche gut Deutsch. Die Befragten gaben an, dass sie sich mehrheitlich vom deutschen Staat in den Bereichen Jobsuche und beim Erlernen der deutschen Sprache hinreichend unterstützt fühlten. Die Familie und der Job seien Faktoren, die ein zufriedenes Leben in Deutschland garantieren. Auf die Frage, ob sich die Befragten in die deutsche Gesellschaft integriert fühlen, antworteten die Meisten, dass sie einen deutschen Freundeskreis haben und im Sportverein Mitglied seien, sie aber auch regelmäßig mit Personen gleicher Herkunft zusammentreffen würden. Leider hat knapp die Hälfte bereits Erfahrungen mit Fremdenfeindlichkeit erlebt.

Einen zweiten inhaltlichen Schwerpunkt bildete die kulinarische Vielfalt in der Herforder Innenstadt und im  Bahnhofsviertel. Die Innenstadt kann eine vielfältige Auswahl an kulinarischen Gastronomien vorweisen. Besonders ausgeprägt ist hier die türkische Ausrichtung. Die kulturelle Vielfalt spiegelt sich ebenso im Kundenstamm wider. Dies sind nur einige Erkenntnisse, die eine Schülergruppe auf ihrer Stadtexkursion in die Herforder Innenstadt erworben hat. Interviewt wurden Inhaber oder Angestellte unterschiedlich kultureller Restaurants und Cafés. Dabei stießen die Schülerinnen auf Sprachbarrieren, die sich darin äußerten, dass einige Interviews aufgrund einer mangelnden Verständigung abgebrochen bzw. gar nicht erst geführt werden konnten.  

Dass sich die kulturelle Vielfalt nicht nur „vor der Haustür“ finden lässt, sondern auch Schulalltag bedeutet, hat eine Auswertung aktueller statistisch erhobener Daten der Schülerschaft in der Oberstufe des FGH ergeben. Gegenstand waren der Migrationsanteil sowie die im Elternhaus gesprochene Sprache. Das Ergebnis: Mehr als 30 unterschiedliche Kulturen sind am FGH vertreten.

Projekt Nr. 5 "My Spanish in not the yellow from the egg" - Chancen und Grenzen von Übersetzungen im kulturellen Austausch

Projekt Nr. 6 Neues Glück in Übersee? - Deutsches Auswandererhaus in Bremenhaven mit Podcastproduktion

Im Rahmen des Projektes ,,Neues Glück in Übersee?" haben wir uns am ersten Tag mit dem Thema Migration beschäftigt und unseren Besuch im Auswandererhaus vorbereitet. Dazu haben wir einen Galerierundgang in der Gruppe durchgeführt und verschiedene Materialien zum Thema Aus- und Einwanderung ausgewertet.

Am folgenden Tag ging es dann auf die Reise nach Bremerhaven. Dort angekommen konnten wir eigenverantwortlich die Ausstellung zur Auswanderung aus Deutschland erkunden und anschließend in einem Workshop einen Podcast zum Thema Einwanderung aufnehmen.

Am letzten Tag haben wir unsere Eindrücke aus dem Museum ausgetauscht und nachbesprochen. Anschließend haben wir eine Verbindung zu dem Thema ,,Schule ohne Rassismus" gezogen und uns Gedanken über heutige Migration gemacht.

Während dieser Projekttage haben wir viele neue Eindrücke sammeln können: Zum Beispiel haben wir die Komplexität des Auswanderungsprozesses und seine vielseitigen, oft schrecklichen Gründe erfahren sowie die Leiden, die die Menschen in der Hoffnung auf ein besseres Leben auf sich genommen besser nachvollziehen können.  Insgesamt haben wir so neue Sichtweisen und Verständnis auf bzw. für Menschen mit Migrationshintergrund kennengelernt und entwickelt.

Gerade der Perspektivwechsel und das Kennenlernen von Geschichten von Aus- und Einwanderern „kann einen Beitrag dazu leisten, dass Rassismus gar nicht erst entsteht“ – so die abschließenden Worte einer Schülerin.

(von Carina und Ulrika)

Projekt Nr. 7 Kulturgut Kochrezept - Traditionelle Gerichte aus aller Welt

Das Thema „Vielfalt“ wurde in unserem Projekt ganz praktisch – sozusagen mit Kopf, Nase, Mund und Hand - erfahrbar gemacht. Nachdem die Schülerinnen und Schüler zuhause schon zu Familienrezepten oder weiteren internationalen Gerichten recherchiert hatten, haben wir den ersten Projekttag damit verbracht, die Rezeptideen nach Vor-, Haupt-, und Nachspeisen zu sortieren, Kochgruppen einzuteilen, sowie Zutatenlisten und eine große Einkaufsliste zu erstellen. In dem Zusammenhang haben wir uns eigentlich gleich mit allen drei Themen der Projekttage (Vielfalt, Demokratie und Klima) beschäftigt: Wie kombinieren wir am besten die internationalen Gerichte miteinander? Wie können vier gleichgroße, arbeitsfähige Gruppen entstehen und was hat Kochen und Essen eigentlich mit dem Klima zu tun?
Am zweiten und dritten Projekttag haben wir jeweils in vier Sechsergruppen in der VHS-Küche unsere Menüfolgen selbstständig zubereitet und im Anschluss am großen Tisch zuerst die Speisen noch einmal kurz vorgestellt und dann natürlich probiert! Zu einigen Gerichten gab es interessante Hintergrundgeschichten zu erzählen, z.B. zum türkischen Kartoffelstampf oder den finnischen Piroggen, oder ein paar lustige Anekdoten vom „Herstellungsprozess“.
Neben dem Thema „Vielfalt“ hat uns das Thema „Nachhaltigkeit“ immer wieder ganz praktisch beschäftigt und es sind einige kreative Kreationen im Bereich der Resteverwertung entstanden.
Was ist in diesem Projekt sonst noch entstanden? Neben ganz viel Spaß und zahlreichen neuen Geschmackserlebnissen, einem hohen Maß an Selbstorganisation und Teamarbeit, ist eine von den Schülerinnen und Schülern handgeschriebene Rezeptsammlung entstanden, die alle ausprobierten Rezepte, sowie Fotos von den fertigen Gerichten und den „Köchinnen und Köchen in Aktion“ enthält und uns eine schöne Erinnerung an die Projekttage sein wird.

Projekt Nr. 8 Kulinarische Vielfalt im spanischsprachigen Raum

In diesem Projekt ging es darum, anderssprachige Kulturen kennenlernen und vorallem einen Einblick in deren Küche zu werfen. 

Um unsere Ergebnisse zu festigen, haben wir einen Kalender erstellt, mit 10 verschieden spanischsprachigem Ländern und ihren Besonderheiten. Dabei haben wir Rezepte sowohl auf Deutsch, als auch auf Spanisch rausgesucht und auf dem Kalender angeordnet, um jeden Monat Freude daran zu haben. 

Am ersten Projekttag haben wir uns in Gruppen aufgeteilt, welche Vorspeisen, Hauptgerichte als auch Nachtische kochen wollten. Dazu haben wir Rezepte gesucht und dem Kurs vorgestellt. Anschließend sind wir in Gruppen die Zutaten einkaufen gegangen. Im Anschluss haben wir in Team die Kalenderblätter gestaltet. 

Am Donnerstag ging es dann endlich in die Küche der Meierfeld. An beiden Tagen haben wir dort unsere Rezepte gekocht, um diese anschließend mit dem Kurs verkostet.

Viele Schüler sind über sich hinausgewachsen und haben neue Dinge ausprobiert, wie Brandteig oder frittieren. Die Gerichte waren so vielfältig, wie die Regionen, aus den die Rezepte stammen. 

Alle Gerichte waren total lecker, für jeden war etwas besonderes dabei und wir haben die Rezepte sogar untereinander ausgetauscht. Während des Prozesses wurden Fotos gemacht, welche ebenfalls auf den Kalender verewigt wurden, damit das Projekt noch lange in Erinnerung bleibt.

Alle hatten viel Spaß und Freude an dem Projekt und würden es gerne wiederholen. 

Projekt Nr. 9 Schwindet Nemo? Findet Plastikalternativen

Projekttag 1, Mittwoch 05.02.2020 (Bild Nr. 1)

An dem ersten Tag des Projektes „Schwindet Nemo? - findet Plastik-alternativen“ versammelten sich alle Kinder sowie auch unsere Projektlehrerinnen Frau Schikowski, Frau Brockmeier und Frau Wagener in dem Projektraum. Der Tag startete mit einem Film „Das Jenke Experiment“. Dieser gab viele Tipps zur Plastikvermeidung. Außerdem zeigte er viele illegale Müllanlagen in vielen verschiedenen Ländern, die durch das ganze Plastik entstanden sind. Der Film zeigte schockierende Bilder vom Plastik in den Meeren und Plastik an den Straßenrändern, sodass viele Kinder beschlossen haben von nun an weniger Plastik zu verbrauchen. Am Ende des Tages haben alle mit der „CodeCheck“ App, die zum Scannen von Produkten dient, Cremes und Shampoos der Lehrer gescannt.

Dabei kamen viele erschreckende Ergebnisse heraus, da viele Produkte Mikroplastik enthielten. Alle freuten sich auf den nächsten Projekttag.

 

Projekttag 2, Donnerstag 06.02.2020 (Bild Nr. 2-4)

Am 2. Tag der Projekttage traf sich die Gruppe am Morgen um 7:50 Uhr bei Edeka Wehrmann in der Goebenstraße. Der Filialleiter führte uns erst mal durch den Laden und erklärte uns etwas über die verschiedenen Produkte. Am Ende der Führung durften wir dem Filialleiter ein paar Fragen stellen. Danach durften wir in kleinen Gruppen plastikfrei einkaufen. Nachdem wir unseren Einkauf erledigt hatten, haben wir in der Sitzecke bei Edeka gefrühstückt (das Frühstück war sehr lecker. Anschließend sind wir in die Stadt gegangen, und haben uns in zwei Gruppen aufgeteilt. Die eine Gruppe ist zuerst in die Markthalle und dann zur Drogerie dm gegangen, die zweite Gruppe war zuerst bei dm und dann in der Markthalle. In der Markthalle haben wir unverpackt eingekauft und bei dm haben wir verschiedene Produkte mit der „CodeCheck“ App gescannt. Als wir wieder in der Schule waren, haben wir unsere Produkte vorgestellt und angefangen Plakate zu gestalten.

 

Projekttag 3, Freitag 07.02.2020 (Bild Nr. 5 u. 6)

An dem letzten Tag unseres Projektes haben wir Plakate für unsere Schule erstellt. Darunter waren Tipps, um Plastik zu vermeiden. Dabei haben wir selbst Putzmittel hergestellt. Wir haben versucht Allzweckreiniger und Essigreiniger selber herzustellen. Um den Allzweckreiniger herzustellen, benötigten wir folgende Produkte: Natronpulver, geriebene Kernseife, warmes Wasser und einen Behälter zum Abfüllen. Wir konnten einen Tropfen ätherisches Öl hinzugeben. Für den Essig-Universalreiniger brauchten wir Tafelessig, Wasser, ein paar Tropfen ätherisches Öl (optional) und eine Sprühflasche zum Abfüllen. Anschließend haben wir die fertigen Plakate in der Schule aufgehangen. Dann sind die meisten Kinder in die Aula gegangen, um den Poetry Slam anzugucken. Am Ende haben wir noch aufgeräumt.  

 

 

Projekt Nr. 10 Kreatives Schreiben - Poetry Slam

Unter der Führung zweier charismatischer Moderatoren fand am Freitag, den 07.02.2020 ein Poetry Slam in der Aula des Friedrichs-Gymnasiums statt. Während der Projekttage hatten sich einige Schüler*innen ausgiebig mit dem Schreiben kreativer Texte befasst, sodass vierzehn Werke vorgestellt wurden. Für Abwechslung war definitiv gesorgt, denn so beschäftigten sich die Künstler*innen mit dem Klimawandel, Fridays for Future, der Vielfalt des Essens und der Frage, ob Pinguine Knie haben. Es war wirklich für jeden etwas dabei, sodass das Publikum bestens unterhalten werden konnte. Der Kreativität waren keine Grenzen gesetzt, denn jedem war es freigestellt, wie die Botschaft übermittelt werden sollte. Dafür eignete sich der Poetry Slam exzellent, da die Texte größtenteils in Alltagssprache verfasst und somit leicht verständlich waren. Die motivierten Schüler*innen der Jahrgangsstufen 5 bis Q2 ließen in den Arbeitsphasen sehr viel Leidenschaft und Herzblut in ihre Werke einfließen, welche bei der großen Präsentation in der vollbesetzten Aula gewürdigt wurden.

Wir danken allen Teilnehmer*innen, Frau Kirchhoff und Frau Kröger sowie dem wundervollen Publikum für die tolle Erfahrung.

Xenia Reimer (EF) stellvertretend für den Projektkurs „Kreatives Schreiben – Poetry Slam“

Projekt Nr. 11 Demokratie erleben - ein Planspiel: Entscheidung im Stadtrat

Wie werden Entscheidungen im Stadtrat getroffen? Mit dieser Frage haben sich 36 Schülerinnen und Schüler aus der Oberstufe in der Projektwoche beschäftigt. Dabei hatten wir Unterstützung von Sowi-Lehrer Herrn Meier und zwei Referenten der Konrad-Adenauer-Stiftung, die das Projekt gemeinsam organisierten und durchführten. Unsere Projektwoche begann mit einem einführenden Vortrag zum Thema Kommunalpolitik durch Herrn Zache von der Konrad-Adenauer-Stiftung. Danach sind wir auch direkt tiefer ins Thema eingestiegen und haben die Möglichkeit bekommen, eine Fragerunde mit Herrn Kähler, dem Herforder Bürgermeister durchzuführen, um ihn mit unseren Fragen zu aktuellen kommunalpolitischen Themen zu löchern. Neben dem aufschlussreichen Gespräch mit dem Bürgermeister hatten wir am zweiten Tag die Möglichkeit auch verschiedene mit Abgeordneten aus den unterschiedlichen Parteien und Bürgerinitiativen des Herforder Stadtrats in der Schule ins Gespräch zu kommen. Dies passierte in kleineren Gruppen, da wir in verschiedene Ratsfraktionen eingeteilt wurden und uns mit den "echten" Politikern der jeweiligen Fraktionen zusammensetzten. Ihre Rollen sollten wir an Tag drei im Planspiel einnehmen. In den unterschiedlichen Fraktionen haben wir eine Sitzung im Ratssaal des Herforder Rathauses durchgeführt und über das haushaltspolitische Thema „Schwarze Null für Herford?!“ - mit dem Schwerpunkt des geplanten OWL-Forums - diskutiert und entsprechende Anträge verfasst. Dabei hatten wir Unterstützung vom stellvertretenden Bürgermeister, Herrn Rödel. Nachdem alle Parteien ihre Standpunkte im Plenum darlegten, wurden diese diskutiert und im Anschluss ging es darum, möglichst strategische Allianzen zu schmieden, um seine Ziele zu erreichen. Am Ende der Sitzung fand dann eine Abstimmung über die verschiedenen Anträge der Fraktionen statt.

In der Projektwoche konnten die Schülerinnen und Schüler vieles aus dem Bereich der Kommunalpolitik dazulernen. Sie hatten Spaß an der politischen Arbeit, indem sie Demokratie hautnah erlebten und selbst mitgestalteten. Nicht zuletzt vor den in diesem Jahr anstehenden Kommunalwahlen war das Projekt für alle Beteiligten eine spannende Erfahrung. Auch die tatsächlichen Mitglieder des Herforder Stadtrates waren vom Engangement der Friederizianer begeistert und lobten dieses über die Parteigrenzen hinweg.

Ein herzlicher Dank gilt der Konrad-Adenauer-Stiftung für die Organisation und Durchführung der gelungenen Projekttage!

Projekt Nr. 12 Statistiken zum Klimawandel unter die Lupe nehmen

25 Schüler/innen der fünften und sechsten Klassen haben zusammen mit Herrn Heinzmann und Frau Schälte Statistiken zum Klimawandel unter die Lupe genommen.

Ziel des Projektes war es, Statistiken zum Klimawandel zu untersuchen und zu deuten. Dazu haben wir uns zunächst am ersten Tag und einem Teil des zweiten Tages ausführlich mit dem Thema Klimawandel beschäftigt: Was genau bedeutet „Klimawandel“ eigentlich? Wie unterscheiden sich „Wetter“, „Witterung“ und „Klima“? Woher weiß man, wie das Klima früher war? Welche Auswirkungen hat die Erderwärmung? Um diese und weitere Fragen zu klären, recherchierten wir, schauten einen Film an und führten Experimente durch. Wir haben zum Beispiel den natürlichen und den menschengemachten (anthropogenen) Treibhauseffekt im Experiment verglichen (mit selbst hergestelltem CO2!). Außerdem fanden wir heraus, wieso der Meeresspiegel nur dann steigt, wenn das Eis der Antarktis und von Grönland schmilzt – aber nicht, wenn Eisberge schmelzen.

Am zweiten Tag  beschäftigten wir uns mit Diagrammen und Möglichkeiten, diese zu manipulieren. In Gruppen von zwei bis vier Schülerinnen und Schülern bereiteten wir unsere eigenen Umfragen zum Klimawandel vor und befragten Mitschüler, Lehrer, Freunde und Familienangehörige. So erfuhren wir zum Beispiel, welche Verkehrsmittel die Befragten nutzen, inwiefern sie sich um die Umwelt sorgen und welche Auswirkungen des Klimawandels sie als bedrohlich ansehen.

An Tag 3 des Projektes werteten wir die Umfragen aus, erstellten Diagramme und präsentierten sie im Projektkurs. Nachdem wir den Poetry-Slam besucht hatten, werteten wir mit unserem in den letzten Tagen gewonnenen Wissen Klimastatistiken aus.

Projekt Nr. 13 Klimakatastrophe - Panikmache oder reale Gefahr?

Unter dem Motto „Klimakatastrophe – Panikmache oder reelle Gefahr?“

beschäftigten wir uns am ersten Tag mit den Ursachen eines möglichen Klimawandels,

mit Maßnahmen eine vom Menschen verursachte globale Erderwärmung zu vermeiden sowie möglichen Zukunftsszenarien. Zur Informationsbeschaffung recherchierten wir im Internet und nutzten einen der schuleigenen Computerräume.

 

Am zweiten Tag stand eine Reise im Mittelpunkt, die nach Bremerhaven und die „Reise“ im Klimahaus Bremerhaven, bei der verschiedene Klimazonen der Erde entlang des 8. Längengrades

hautnah und am eigenen Leib erfahrbaren werden können. Mit Erkundungsbögen ausgestattet machten sich die Teilnehmer unseres Projektes auf diese Reise.

Am Nachmittag erlebten wir das museumspädagogische Programm „Perspektive Klimaschutz“, in dessen Rahmen wir durch eine der Ausstellungen im Klimahaus geführt wurden, Aufgaben lösen konnten und im Plenum ein Bild zum Klimaschutz entstehen lassen konnten.

 

Am dritten Tag sammelten wir zunächst Eindrücke und Erkenntnisse, die sich am Vortrag während unserer Exkursion ergaben, um dann neue Informationen in die schon am ersten Tag erarbeiteten Portfolios einzuarbeiten, sie in Form einer Powerpoint-Datei zu kondensieren und anschließend zu präsentieren.

Eine Diskussion rundete den Tag ab und schloß das Projekt ab.

 

Aus dem Projekt erwuchs der Wunsch, an der Schule eine „Klima-AG“ einzurichten,

um weiter an diesem komplexen und aktuellen Thema arbeiten zu können und an unserer Schule umsetzbare Maßnahmen zum Klimaschutz zu entwickeln.

 

Unser Dank gilt dem Förder- und dem Ehemaligen-Verein für das Sponsoring der Exkursion. 

Projekt Nr. 14 Comics and Cartoons about multiculturalism

„Multiculturalism“ oder multikulturelle Gesellschaften: ein Thema, das fester Bestandteil des Englischunterrichts nicht nur in der Oberstufe ist. Die Projekttage boten den Schülerinnen und Schülern der Jahrgangsstufen 9 bis Q2 nun die Möglichkeit Comics und Cartoons nicht nur als Textform zu begreifen und analysierend zu betrachten, sondern sie konnten selbst kreativ gestaltend tätig werden und ihre eigenen Botschaften in Cartoonform künstlerisch darstellen. Natürlich kamen dabei auch englische Wortschatzarbeit und kleine (Vorab-)Zeichenübungen nicht zu kurz. Die Projektteilnehmer griffen begeistert nach Stift und Papier; aber auch mit Hilfe geeigneter Computerprogramme konnten farbenfrohe Werke erstellt werden. Schon bald verflog daher die Zeit wie im Flug, doch lassen wir die Ergebnisse am besten für sich selbst sprechen.

Projekt Nr. 15 Verfremdung von Hymnen am Computer

Hier einige Beschreibungen zu durchgeführten Verfremdungen, die Sie sich auch in dieser Reihenfolge weiter unten anhören können:

A wie Auto - Erläuterung

Mit unserer Verfremdung möchten wir die umweltschädliche Autoindustrie kritisieren. Dabei gehen wir insbesondere auf Deutschland als Exportnation ein - während Deutschland sich in internationalen Kooperationen willig zeigt, Verantwortung bezüglich des Klimaschutzes zu übernehmen, steigt der Export in der Kraftfahrzeugindustrie seit Jahren und betrug 2018 ca. 223 mrd€. Während der ganzen Hymne wird die Melodie mit Motorgeräuschen auf passender Tonhöhe mitgespielt. Der sonst sehr idealistische Text wird überlagert von der deutschen wirtschaftsorientierten Realität. Dabei steigert sich das Störgeräusch zum Ende hin, um den Trend zu noch mehr Automobilindustrie zu verdeutlichen. Im Mittelteil (00:26) werden neben Motorgeräuschen auch das metallische Klacken einer zufallenden Motorhaube und das Blinkergeräusch verwendet, um die Atmosphäre greifbar zu machen und weniger abstrakt werden zu lassen. Zwischendurch erklingt das Aufheulen eines Motors (00:24, 00:53), um die deutsche Protzkultur zu kritisieren, welche für den Erfolg der Autoindustrie mitverantwortlich ist. Ganz am Ende erklingt eine Fahrradklingel, welche die Alternative des umweltfreundlichen Personenverkehrs aufwerfen und so den Hörer zum Nachdenken über das eigene Konsumverhalten anregen soll.

(Manuel Gottowik, Melissa Gritzan, Christine Markwart)

Kritik am Rassismus

Durch Verfremdung der Deutschen Nationalhymne wollten wir Kritik am Rassismus ausüben. Anfangs ist die Melodie schleppend, aber erkennbar und soll somit den Alltag in Deutschland darstellen. Darauffolgend eine deutliche rassistische Bemerkung, die zwar schockierend ist, leider aber teilweise noch verwendet wird und das im eigentlich so modernen Deutschland. Die extreme Übersteuerung danach symbolisiert die Empörung  der Menschen gegen den Rassismus. Anschließend wird die Musik leiser und langsamer, bis sie schließlich verstummt. Das zeigt, dass langfristig nichts gegen Rassismus unternommen wird, was aus unserer Sicht inakzeptabel ist.

(Justus Krause, Samuel Maier)

World Music Hymn

Unsere Hymne soll den Frieden verkörpern, den wir zwischen allen Ländern brauchen. Sie beginnt mit der französischen Nationalhymne. Wir fanden, dass diese gut zum Anfang passt, da sie marschierend klingt. Dazu haben wir den Trommelwirbel der englischen Nationalhymne eingefügt und nach dem Trommelwirbel einen Beckenschlag aufgenommen (Sekunde 1-6). Es folgt die belgische Nationalhymne (Sekunde 7-24). Da die teilweise ,,unschönen’’ Zeiten der Vergangenheit (Kriege usw.) in der Hymne nicht übergangen werden sollen, passt die rumänische Nationalhymne perfekt in unsere ,,World Music Hymn’’. Sie ist in Moll geschrieben und ,,verkörpert’’ die oben erwähnten ,,unschönen’’ Zeiten (Sekunde 24-Minute 1:06). Die deutsche Nationalhymne beendet die 1. Strophe. Am Ende ist der Beckenschlag zu hören (Minute 1:06-1:20). Die Europäische Nationalhymne („Freude schöner Götterfunken“, Ludwig v. Beethoven, 9.Symphonie) ist der Chorus der Hymne. Am Ende wird die Hymne langsamer und der Ton wird tiefer, bis die Hymne ganz aufhört (Minute 1:21-1:35). Ein neues Zeitalter der Musik beginnt. Das berühmte Stück ,,Hall of Fame’’ von der irischen Pop-Rock Gruppe ,,The Script’’ (2012) haben wir nachgespielt und aufgenommen (Benjamin: Klavier, Daniel: Xylophon; Minute 1:35-2:09). Der Chorus erklingt mit einem selbst aufgenommenem Schlagzeug-Beat (Daniel). Die Verbindung der traditionellen Musik mit moderner Musik soll zeigen, dass alte und junge Menschen miteinander in Frieden leben können (Minute 2:10-2:29).

(Daniel Heckmair, Benjamin Kagl

 

Projekt Nr. 16 "Im richtigen Film!" - Vielfalt, Demokratie und Umwelt in Stop-Motion oder Kurzfilmproduktionen

Schon in der Vorbesprechung hatten die Schüler ihre Ideen und Gedanken zu ihrem Thema. Kaum zu bremsen ging es dann in den ersten Tag. Komplette Legohäuser, Kulissen und Kostüme wurden mitgebracht, die Knete lag auch schon bereit. Die Motivation war groß und somit entstanden schon am ersten Tag die ersten Stop-Motion Filme zum Thema Demokratie und Umwelt. Eine Gruppe hat sich sogar für den Kurzfilm entschieden. Das Projekt war etwas aufwendiger, wurde aber mit Bravour bis zum letzten Tag komplett fertig gedreht, geschnitten und mit Musik unterlegt. Aus Datenschutzgründen haben wir diesen Film aber nicht auf die Homepage gestellt. Dafür könnt ihr euch nun alle anderen grandiosen und vielseitigen Ergebnisse anschauen. Viel Spaß und „Action“!

Projekt Nr. 17 Roma viva - Kultur der Römer und ihre Spuren in der Gegenwart

Projekt Nr. 18 Kriegs- und Nachkriegserlebnisse aus der Sicht des Zeitzeugen Wolfgang Heinrich (1928*)

Projekt Nr. 19 "Dagegen" - Meinungsfreiheit und die Kritik am Bestehenden

Ziel unseres Projekts war, einen Blick in die Vergangenheit zu werfen, um herauszufinden, wie die Mächtigen der Geschichte mit Kritik und Widerstand umgegangen sind. Außerdem wollten wir ermitteln, was Meinungsfreiheit für uns heute bedeutet. Was ist uns wichtig, an welchen Stellen üben wir Kritik? Wo werden wir vielleicht sogar widerständig? Wir haben uns auch gefragt, ob wir in Zeiten globaler Bewegungen auch auf lokaler, kommunaler Ebene tätig werden können, um etwas in der eigenen Stadt zu ändern.

Ein Weg führte uns deshalb in den Herforder „Zellentrakt“, eine Gedenkstätte im Rathaus mit wechselnden Ausstellungen, die sich schwerpunktmäßig mit der nationalsozialistischen Vergangenheit in Herford und den Umgang mit jüdischen Mitbürgern befasst. Wir hatten mit Joachim Jennrich, einem pensionierten Kollegen des FGH, einen engagierten Ansprechpartner, der mit uns die Ausstellung zu Schicksalen jüdischer Herforder  erarbeitet hat.  Davon ausgehend haben wir untersucht, welche Formen der Kritik und des Widerstands es im Dritten Reich gab und welche Konsequenzen für Widerstand drohten. Wir kontrastierten beispielsweise das Schicksal der Weißen Rose, die für das Verteilen von Flugblättern ebenso mit ihrem Leben bezahlten mit der Gruppe um Stauffenberg. Dabei haben wir das Jetzt nicht aus den Augen verloren und geschaut, welche demokratischen Mittel uns Bürgern offenstehen, um „Nein“ zu sagen, Kritik zu üben und Widerstand gegen Bestehendes zu leisten. Um mehr über unsere Möglichkeiten von Mitbestimmung und Meinungsfreiheit auf kommunaler Ebene herauszufinden, sind wir mit Andreas Gorsler, ebenfalls ehemaliger Friderizianer und Ratsmitglied, ins Rathaus gegangen und haben im Großen Ratssaal die Plätze der Abgeordneten eingenommen. Wir haben erfahren, dass die Bürger per Email Fragen an den Rat stellen können, die dann auch in den Sitzungen verlesen werden. Ganz konkret konnten wir Andreas Gorsler mit Fragen löchern, wie ein Rat funktioniert, was man als Bürger noch tun kann. Es gab aber auch Kritik an den Entscheidungsträgern der Stadt Herford, als es um die Ausstattung des FGH ging, da einige Schüler schon in den Containern der Nachbarschule waren und sich fragten, warum es keine Mittel für eine bessere Ausstattung unserer Schule gebe.

Ein wichtiges Produkt unserer Projektgruppe war das Schreiben sogenannter „Elevator Speeches“, Reden, die innerhalb von 30 Sekunden (so lange braucht man im Aufzug in den 5. Stock) ein ganz persönliches Thema zur Meinungsfreiheit überzeugend bearbeiten sollten. Die Reden wurden dann auf dem langen Flur im 2. Stock während des Gehens (wir haben keinen Aufzug und Treppen sind Stolperfallen) jeweils in kleinen Gruppen einander gehalten, wobei die beste Rede jeder Gruppe ins Finale kam. In einem Battle traten dann diese Reden gegeneinander an und die beste Rede der Projektgruppe wurde gekürt. Die handgeschriebenen Reden werden noch digitalisiert und gebunden werden, sodass die Gruppe eine Erinnerung an das Projekt hat.

Ein wenig Kritik gab es am Ende des letzten Projekttages auch noch: mehr Zeit für eigenes Erarbeiten, Auseinandersetzen und Diskutieren wird für das nächste Mal gewünscht.

Projekt Nr. 20 "Der Erinnerung ein Gesicht geben"

Tag 1: Zu Beginn unseres Projektkurses „der Erinnerung ein Gesicht geben“ besuchten wir die Ausstellung im Zellentrakt des Rathauses Herford. Währenddessen und bei dem Stadt-rundgang danach informierte Herr Laue uns ausgiebig über konkrete Fallbeispiele der Judenverfolgung in Herford.

Besonders einprägsam war das Beispiel des ehemaligen jüdischen Familienbetriebes Herzfeld, welcher von der Firma Klingental offiziell aufgekauft worden war; die Abläufe um diesen Verkauf kamen jedoch eher einer Enteignung gleich – ein Umstand zu dem sich Klingen-tal bis heute nicht offiziell positioniert hat und auch der Installation der im Rahmen eines anderen Projektes entstandenen Gedenktafel vor den Eingangstüren des Kaufhauses ablehnte.

Über die konkreten Fälle der Verfolgung und Deportation in unserer Stadt waren wir schockiert und überrascht wie präsent Antisemitismus in Herford gewesen ist. Die Stolpersteine, welche vor allem in der Innenstadt eingepflastert worden sind, erinnern an die betroffenen Familien und schrecklichen Ereignisse dieser Zeit.

 

Tag 2: Judenverfolgung in Herford? – Das hat es wirklich gegeben.

Nachdem wir uns in der Schule getroffen hatten, gingen wir zusammen in das Herforder Stadtarchiv, wo wir zuerst über die Arbeit eines Archivars aufgeklärt wurden. Daraufhin wurden uns die Räume gezeigt, in denen sämtliche Akten der Herforder Vergangenheit aufbewahrt werden.

Wir hatten die Möglichkeit uns über einzelne Personen der damaligen Zeit und ihre persönliche Geschichte zu informieren, indem wir die originalen Dokumente untersuchten. Uns persönlich hat der Tag sehr gut gefallen, da wir einiges über die Schicksale von Juden erfahren haben, die in der Zeit des Nationalsozialismus in Herford lebten und es einfach beeindruckend war in alten originalen Dokumenten so viel Neues zu entdecken.

 

Tag 3: Nach einer Theoriestunde über die Entstehung des Antisemitismus trafen wir uns um 10:00 Uhr am Freitag mit Herrn Laue am jüdischen Friedhof. Dort erzählte er uns etwas über die Entstehung und Geschichte des Friedhofes wie auch über die jüdischen Beerdigungstraditionen. Interessant war es bei der eigenen Erkundung des Friedhofes Namen zu entdecken, welche uns durch die Arbeit im Zellentrakt und dem Archiv schon bekannt waren. Auf dem Weg zur Synagoge machte uns Herr Laue auf damalige Orte jüdischen Lebens, wie die Lessingstraße (früher Judenstraße) aufmerksam.

Wir hatten die Möglichkeit einen Blick in die Synagoge werfen zu können, in welcher wir viel über ihre Geschichte und Entwicklung lernten. Besonders beeindruckend fanden wir die Decke des Gebetsraumes, welche mit 248 Sternen den Sternenhimmel Jerusalems am ersten Tag der Grundsteinlegung darstellt und mit der Zahl der Gebote im jüdischen Glauben übereinstimmt.

Insgesamt war die Besichtigung der Herforder Synagoge ein runder Abschluss für unser Projekt „der Erinnerung ein Gesicht geben“.

Projekt Nr. 21 Russlanddeutsche?! (Russische Kultur in Deutschland)

„Russlanddeutsche“? Was verbirgt sich hinter diesem Begriff?

Die Schülerinnen und Schüler haben zunächst recherchiert, um eigene thematische Schwerpunkte zu entwickelt und diese im Rahmen der Projektwoche aufzuarbeiten. Um weitere Antworten zu erhalten, erfolgte eine Exkursion nach Detmold in das Museum für russlanddeutsche Kulturgeschichte. Dort erhielten die Schülerinnen und Schüler in Form eines pädagogischen Programms sowohl eine positive Rückmeldung zu ihren selbst erwählten  Themen als auch vertiefende Informationen. Der Museumsbesuch und die Auseinandersetzung  mit der russischen Kultur sensibilisierte alle Teilnehmer sich ebenfalls mit dem Begriff Herkunft zu beschäftigen. Die Projekttage endeten mit der Aufarbeitung der gewonnenen Eindrücke in Form von Präsentationen.

Projekt Nr. 22 Klimaforschung Inhouse

Projekt Nr. 23 Spielideen und Sportarten verschiedener Länder

Die Projekttage begannen mit der Besprechung der Erwartungen der Teilnehmer und der Gruppeneinteilung. In diesen Gruppen wurden in zwei Recherchephasen exotische Sportspiele aus anderen Ländern herausgesucht und auf die Gegebenheiten der Halle, Gruppengröße, etc. angepasst.

Einige Gruppen haben in der zweiten Recherchephase auch eigene Spielideen entworfen.

Die ge- bzw. erfundenen Spiele wurden den anderen Projektteilnehmern vorgestellt und unter Anleitung der jeweiligen Gruppe gespielt und gegebenfalls variiert.

Darunter waren neben bekannten Spielen wie Ultimate Frisbee auch für alle Schüler bisher unbekannte Spiele wie eine Mischung aus Brennball und Brettball, oder auch Giant Table Tennis vertreten.

Gegen Ende unseres sportlichen Projekts gab es als Abschluss eine Abwandlung von Floorball. Als Handicap wurden jeweils 2 Spieler an den Beinen aneinander gebunden und so mussten alle Bewegungen mit dem Partner abgesprochen werden. Getauft wurde unsere Kreation auf Dreibeinfloorball. Nach einer Abschlussrunde mit überwiegend positiven Rückmeldungen endeten unsere sportlichen Projekttage.

Projekt Nr. 24 Exotische Sportspiele aus allen Ländern

Domitilla Bette (6d):

„Ich habe bei den Projekttagen das Projekt Nr. 24 gewählt. In diesem Projekt recherchierten wir über Sportspiel aus anderen Ländern und Kulturen. Wir möchten herausfinden, was die Kinder in z.B. China, Chile, Nigeria etc. in ihrer Freizeit spielen. Zusammen mit Herrn Krahn, Herrn Krecker und den Sporthelfern haben wir unterschiedliche Spiele ausprobiert und eine Benotung für dieses Spiel gegeben. Außerdem haben wir uns noch andere Spielvariationen ausgedacht.

Unser Ziel ist es, die Spiele so zu verändern, dass wir sie hier in den Sportstunden spielen können. Ich habe dieses Projekt gewählt, weil ich mich gerne bewege und es mich interessiert, was Kinder in anderen Kulturen spielen.“   

 

Ole Flaskämper (6d):

„Ich habe das Projekt gewählt, weil ich Sportspiele aus anderen Ländern interessant finde und mehr Spiel kennen lernen möchte. Außerdem mag ich Sport sehr gern. Wir stellen Sportspiele aus anderen Ländern vor und spielen sie miteinander. Man lernt auch sehr viele Leute besser kennen.

Die Lehrer und Sporthelfer sind super nett zu uns. Ich finde es super.“

Projekt Nr. 25 Wir fördern die Artenvielfalt - Bau von Nisthilfen, Futterhäuschen und Insektenhotels

Uns konnte man nicht überhören – im kurzerhand zur Werkstatt umfunktionierten Chemieraum wurde fleißig gesägt, gehämmert, geschraubt und geklebt. 25 Schülerinnen und Schüler aus den Stufen 5-8 kamen mit ganz unterschiedlichen Vorerfahrungen – alle einte jedoch der Wunsch, selber anzupacken, um Nist- und Futterhilfen für Vögel und Insekten zu erschaffen. Und das gelang allen mit großem Erfolg. Ob Anfänger oder Profi – jeder hier gab sein Bestes und belohnte sich selber, Eltern oder Großeltern mit tollen Accesoires für den Garten. Eine bunte Schar an Insekten und Vögeln wird es ihnen hoffentlich danken.

Projekt Nr. 26 The British in "Happy Herford" - Seven decades of encounters

Projekt Nr. 27 "Vielfalt ins Spiel bringen"

Vielfalt – Toleranz – Mobbing – Diskriminierung – Umwelt: Drei Tage lang beschäftigten sich 26 Schülerinnen und Schüler der Jahrgänge 5-7 kreativ und spielerisch damit, diese Begriffe für sich konkret werden zu lassen. Dabei entstanden bewegende Filme, spannende selbst entworfene Brettspiele und lebendige Rollenspiele, die abschließend präsentiert und reflektiert wurden.

Einen weiteren Zugang zu den Themen fanden die Schülerinnen und Schüler immer wieder durch Interaktions- und Kooperationsspiele.

Das Propjekt endete mit einer gemeinsamen Aktion auf dem Forum: Vielfalt am FGH, aufgestellt durch alle Schülerinnen und Schüler der Gruppe.

Projekt Nr. 28 Szenische Umsetzung von Märchen aus aller Welt

Am Mittwoch trafen sich 32 Schüler und Schülerinnen  unterschiedlicher Nationalitäten im Alter von 10 -16 Jahren mit einem großen Fundus an Märchen im Gepäck, die inhaltlich kurz vorgestellt wurden. Nach der Auswahl der Märchen und Gruppenfindung ging es dann endlich los.

Die Märchen Heiliger Giong (aus Vietnam), Al Shater Hasan/Der kluge Hassan (aus Ägypten), Das Rübchen (aus Russland), Hans im Glück, Aschenputtel,

Prinzessin und Zimmermann wurden als Theaterstück, Film oder Schattenspiel bearbeitet.

Voller Eifer und mit großer Freude wurden Dialoge entworfen, verworfen und neu geschrieben, die Requisiten größtenteils selber hergestellt oder aus dem Fundus der Schule - besonders die tollen langen Kleider und Hüte – ergänzt.

Jeder Teilnehmer hatte sofort innerhalb seiner Gruppe bestimmte Aufgaben zu erfüllen. Pannen bei den Proben sorgten stets für große Heiterkeit und einen engeren Zusammenhalt der Gruppe.

In einer Zwischenphase  wurden die zu bearbeitenden Märchen  im Plenum noch auf ihre Moral und Aktualität hin untersucht, alle Märchen , gleich welcher Nationalität, seien – so die Feststellung- auch heute noch in ihrer Aussage gültig.

Zum Schluss schafften es die Schüler und Schülerinnen noch , alle Märchen inhaltlich miteinander zu verknüpfen: Drei Kinder geraten auf der Suche nach einem Lösungswort ins Märchenland, dort besuchen sie alle Märchen, wo ihnen bei der Lösung geholfen wird.

Der krönende Abschluss der Reise durchs Märchenland war Aschenputtels Hochzeit, bei der sich alle Akteure auf der Bühne wiedertrafen und das Lösungswort VIELFALT (nach dem Motto der Projekttage „Demokratische Bildung und Vielfalt“)  gemeinsam  präsentierten.

Schade, dass nur so wenig Zuschauer dabei waren !

Ri / HdC

Projekt Nr. 29 Menschenrechte

Vom 5.2.20 bis zum 7.2.20 fand das Projekt Menschenrechte unter der Leitung von Herrn Hebrok statt. Insgesamt 19  engagierte und motivierte Schüler*innen nahmen an dem sehr lehrreichen Projekt teil. Am Mittwoch lernten wir zunächst die 30 Menschenrechte spielerisch kennen. Die erste Aufgabe war es zu überlegen, welche Rechte man in einem eigenen Land einführen würde. Danach ging es mit spannenden Dokumentationen und etwas Textarbeit weiter. Der Höhepunkt war jedoch der Besuch von Amnesty International am Donnerstag. Die Amnesty Gruppe des Bünder Gymnasiums am Markt erzählten uns, was Amesty International ist und wofür die international tätige Organisation, welche in 150 Ländern vertreten ist, sich einsetzt: Amnesty International setzt sich für politische Gefangene und für Menschenrechte ein und schreibt Briefe an die zuständige Regierung, damit die zu Unrecht Gefangenen freigelassen werden. Das Besondere ist, dass sie nicht von einem Staat finanziert wird und somit unabhängig ist. Nach einer kurzen Power-Point- Präsentation beantworteten sie auch unsere Fragen, die wir uns vorher im Rahmen des Projektkurses überlegt hatten. Anschließend ging es mit einem Quiz weiter. Um herauszufinden, wie die Arbeit der Mitglieder aussieht, bekamen wir die Gelegenheit zwischen drei verschiedenen Fallbeispielen zu wählen und eins als Rollenspiel darzustellen oder einen Brief an die zuständige Regierung zu verfassen, welcher aber nicht verschickt wurde. Zum Schluss bekam jeder die offizielle Erklärung der Menschenrechte, welche von allen Staaten am 10. Dezember im Jahr 1948 unterschrieben wurde. Am Freitag haben wir uns Berichte von Amnesty International für einzelne angeschaut und beurteilt, ob die Menschenrechte in den jeweiligen Ländern eingehalten werden. Das erschreckende Fazit war, dass die einige Menschenrechte in vielen Ländern wie zum Beispiel: USA, Türkei, China, Peru und Kolumbien nicht eingehalten werden.

Projekt Nr. 30 Politik querbeet

"Guten Abend meine Damen und Herren. Ich begrüße Sie zur Tagesschau." So fing jeder Morgen des Projektes "Politik querbeet" an. Und der Name war Programm: An drei Tagen haben die insgesamt 28 Teilnehmer*innen der 5. bis 8. Jahrgangsstufe sich über Kommunalpolitik schlau gemacht, Müll gesammelt und sind beim täglichen Politikquiz gegeneinander angetreten. Über aktuelle Themen wurde nicht nur im Schulgebäude diskutiert, sondern auch beim Besuch im Rathaus, wo der stellvertretende Bürgermeister uns unsere Fragen beantwortete.