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Die Suche nach dem Z-Boson: Der Physik-LK an der Uni Münster

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Kurz vor den Abiturprüfungen ging es für den Physik-LK der Q2 noch einmal auf eine Exkursion. Das Ziel war die Universität Münster, wo unter Anleitung von Doktoranden der Teilchenphysik originale Daten des Large Hadron Colliders, eines Teilchenbeschleunigers am CERN, ausgewertet werden sollten. Bevor es jedoch an die Computer ging, stand zunächst ein kurzer Einführungsvortrag auf dem Programm. In diesem wurden dem Kurs die Grundlagen und Zusammenhänge des Standardmodells der Teilchenphysik nähergebracht, bevor mithilfe von Trockeneis eigene Nebelkammern gebaut wurden. Mit diesem konnten Myonen und Elektronen der kosmischen Hintergrundstrahlung nachgewiesen und sichtbar gemacht werden.

Im Anschluss an eine Mittagspause wurden die Schülerinnen und Schüler in die Auswertung der CERN-Daten eingewiesen. Mithilfe eines speziellen Computerprogramms konnten unterschiedliche Elementarteilchen anhand der charakteristischen Spuren im ATLAS-Detektor identifiziert werden. Diese wiederum erlaubten es, Rückschlüsse über die Kollisionen der ursprünglichen Elementarteilchen zu ziehen. So gelang es den Schülern, anhand der Daten die Masse des Z-Bosons, eines Austauschteilchens der schwachen Wechselwirkung, sehr genau zu bestimmen. Mit diesem Erfolgserlebnis ging es schließlich wieder zurück nach Herford, wo insbesondere die Teilchenphysik in den Abiturprüfungen kein Problem darstellen sollten.

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