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Friedrichs-Gymnasium Herford,
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17.09.2015

Schulunterricht im Wandel

Ausstellung und Sponsorenlauf zum FGH-Jubiläum

Schulunterricht im Wandel

Ausstellung und Sponsorenlauf zum FGH-Jubiläum

Von Stefan Wolff

Herford(HK). Mit zahlreichen Aktionen feiert das Friedrichs-Gymnasium in dieser Woche sein 475-jähriges Bestehen.

»Traditionsbewusst und zukunftsorientiert« präsentiert sich die Schule bis zum 16. Oktober in einer Ausstellung in der Hauptstelle der Sparkasse Herford. »Der Titel weist auf das Spannungsfeld hin, in dem sich das Friedrichs-Gymnasium befindet«, sagte Schulleiterin Gudrun Horst de Cuestas bei der Ausstellungseröffnung. So lernen die Ausstellungsbesucher eine Schule kennen, die sich noch ihrer humanistischen Wurzeln bewusst ist, sich aber an den Erfordernissen der Moderne orientiert. Alte Klassenarbeiten, die zum Teil noch aus dem 18. Jahrhundert stammen, zeigen deutlich, welche Bedeutung das Gymnasium einst dem Erlernen der lateinischen, griechischen und hebräischen Sprachen zumaß. Im 21. Jahrhundert dagegen nahmen Naturwissenschaften und moderne Sprachen immer mehr Raum im Lehrplan ein. Nicht jeder ehemalige Schüler hat Verständnis für die »Schule von heute«, wie Direktorin Gudrun Horst de Cuestas erfahren musste.

Die 475-jährige Tradition, auf die sich das Friedrichs-Gymnasium beruft, geht zurück auf eine Akte der Stadt Herford aus dem Jahr 1540. Auch dieses alte Dokument zeigt die Ausstellung. Von Interesse für viele Herforder werden auch die Modelle sein, die der Schüler Daniel Teubner (16) vom alten, 1972 abgerissenen Schulgebäude in der Brüderstraße und vom Neubau in der Werrestraße detailgetreu herstellt hat.

Ihren sportlichen Höhepunkt erreichte die Festwoche des Friedrichs-Gymnasiums schließlich mit einem Sponsorenlauf am Mittwochvormittag, an dem 800 Schülerinnen und Schüler teilnahmen. Und auch einige Lehrer und Pädagogen im Ruhestand ließen es sich nicht nehmen, ebenfalls mit an den Start zu gehen.

Die 1,2 Kilometer lange Strecke führte die Läufer über die Augusta­straße zum Wilhelmsplatz und dann den Wall entlang wieder zurück zur Schule. Zuvor hatten die Teilnehmer Familienangehörige und Freunde als Sponsoren gewonnen, die für jede gelaufene Runde eine vorher festgelegte Summe spenden wollen. 50 Prozent des Geldes soll der Tansania AG des FGH zugute kommen. »Zurzeit zahlen wir für rund 100 Schüler in Tansania das Schulgeld«, berichtet der Gründer der AG und Lehrer im Ruhestand, Walter Rausch. »Einige junge Leute unterstützen wir zudem auch noch in ihrer Berufsausbildung.«

Die anderen 50 Prozent der Sponsorengelder sollen in die Finanzierung einer Kletterspinne für die jüngeren Schüler sowie in Sanierung und Möblierung eines Oberstufenraums fließen.

Aus dem "Herforder Kreisblatt" vom 17.09.2015