„Jugend forscht“-Gewinn: Studienwoche am Deutschen Museum München

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Auf Grund des herausragenden Erfolgs beim „Jugend forscht“-Wettbewerb 2022 wurden Bea Pfeiffer (Abiturientin 2022) und ihr betreuender Lehrer, Herr Voßmeier, als Jungforscherin bzw. als Kursleiter von „Jugend forscht“ vom 12. bis zum 16. September 2022 ans Kerschensteiner Kolleg des Deutschen Museums in München eingeladen.

Den Rahmen für die Studienwoche bildeten die erst im Sommer 2022 neu eröffneten und komplett neu gestalteten Ausstellungen des Deutschen Museums.

Nach einer Übersichtsführung wurde die moderne Luftfahrt und ihre beeindruckende Technik anhand der ausgestellten Modelle anschaulich präsentiert. Am nächsten Morgen wurden die verschiedenen Mikroskopiertechniken demonstriert. Neben der Durchlicht- und Auflichtlichtmikroskopie lag der Schwerpunkt auf der Elektronenmikroskopie – vor allem der Rasterelektronenmikroskopie (R.E.M.), bei der Objekte statt von Lichtwellen von Elektronenstrahlen abgetastet werden, wodurch deutlich höhere Auflösungen möglich sind.

Später am Tag wurde die Geriatronik (Kombination aus Geriatrie und Mechatronik) im Rahmen eines Workshops vorgestellt, deren Ziel ein längeres selbstbestimmtes Leben in den eigenen vier Wänden ist. Dieser Entwicklungs- und Forschungszweig ist in einer zunehmend alternden Gesellschaft von großer Bedeutung. Nach der Evaluation der Problematik der beruflichen Situation von Pflegekräften wurden verschiedenen Roboterassistenzsysteme vorgestellt und deren Einsatzmöglichkeiten aus technischer und ethischer Sicht diskutiert. Die Gruppe hatte aber auch die Gelegenheit, selbst den Roboter für einfache Anwendungen zu programmieren. Am Abend bestand die Möglichkeit zur Teilnahme an der „Nominierung zum Deutschen Zukunftspreis des Bundespräsidenten 2022“. Dabei stellten drei Forschungsgruppen neueste Forschungen und deren Umsetzungen in zukunftsweisende Anwendungen aus den Bereichen Mikroskopie (Verbesserungen der Fluoreszenzmikroskopie lebender Zellen), Elektromobilität (Schnellladen von Autos) und Radiologie (Bestrahlung von sich bewegenden Tumoren bei Lungenkrebs) vor. Die Teilnehmer zeigten sich vor allem von den Entwicklungen in der Mikroskopie und Radiologie beeindruckt und sind gespannt auf die Preisverleihung im Oktober 2022 durch den Bundespräsidenten.

Zwischen den Veranstaltungen bestand die Möglichkeit, selbst die Ausstellungen zu erkunden. Einige Besonderheiten wie ein Foucaultsches Pendel oder auch der Originalschrank von Robert Koch zum Bebrüten von Mikroorganismen waren dabei zu entdecken.

Am letzten Tag wurden im Deutschen Museum noch historische Instrumente von der Barockzeit über technisch sehr anspruchsvolle Musikautomaten bis zu modernen elektronischen Instrumenten vorgestellt und vorgespielt. Des Weiteren bestand die Möglichkeit, neue Sonderausstellungen zur Entstehung des Lebens (u. a. mit einem Modell des „Ursuppenexperiments“ von Urey und Miller) und zur epigenetischen Regulation von Geruchszellen des Helmholtz-Zentrums Münchens zu besuchen und mit den Forschern ins Gespräch zu kommen.

Die abschließende Reflexion zeigte, dass die Angebote als sehr spannend und anregend bewertet wurden. Die Teilnehmer hatten aber das typische Problem von interessierten Besuchern des Deutschen Museum: Es war nicht genug Zeit um alles in der Ausstellung zu erleben!

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