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Friedrichs-Gymnasium Herford,
Werrestraße 9,
32049 Herford

+49 (0)5221 189 3660,
fridericianum@herford.de

  • Die Q2 in Irland

    Im Rahmen der diesjährigen Studienfahrten der Jahrgangsstufe Q2 waren die irische Hauptstadt Dublin und ihr Umland erneut Ziel von Schülerinnen und Schülern des FG.

  • Neuer Peru-Austausch am FGH

    In Südamerika Land und Menschen kennenlernen sowie kulturelle Highlights wie die Inka-Stätte Machu Picchu besuchen - das ist jetzt für alle möglich, die Spanisch gewählt haben! 

  • Reif für die Insel

    Im September erlebte der gesamte Jahrgang 6 eine erlebnisreiche Woche auf der Insel Langeoog.

  • Friederizianer im Reich der Mitte

    Neun Schülerinnen und Schüler des FGH haben kürzlich am ersten China-Austausch mit Xinbei (Provinz Jiangsu) teilgenommen, dort zwei Wochen lang in Gastfamilien gewohnt und die Schule besucht.

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Sozialwissenschaften

Das FGH nimmt an der Juniorwahl zur Bundestagswahl 2017 teil

Die Bundestagswahl am 24. September wirft ihre Schatten voraus.Bereits in der Vorwoche geht es für viele Schülerinnen und Schüler der Grund- und Leistungskurse des Faches Sozialwissenschaften in der Oberstufe  an die Wahlurne. Das FGH beteiligt sich als einzige Herforder Schule am deutschlandweiten Projekt Juniorwahl, an dem bundesweit mehr als 3400 Schulen teilnehmen.

„Im Sowi-Unterricht wurden bereits die Grundlagen des Wahlsystems erarbeitet und die Wahlprogramme der Parteien vorgestellt und verglichen“, schildert Sowi-Lehrer Mario Meier, was sich am „Friedrichs“ bereits getan hat.

Im Rahmen der Vorwoche der „echten“ Bundestagswahl am 24. September 2017 geht es dann für die Schülerinnen und Schüler mit ihrer Wahlbenachrichtigung zum Wählen in das schulische Wahllokal. Wahlhelfer aus den verschiedenen Kursen haben im Vorfeld die Wählerverzeichnisse angelegt und werden am Freitag, 22. September, die Stimmen auszählen. So übernehmen sie aktiv Verantwortung und sorgen für einen reibungslosen Ablauf der Wahl.

Schülerinnen und Schüler wie auch die beteiligten Lehrkräfte sind gleichermaßen von dem Projekt überzeugt: „Die Schüler erleben bei der Juniorwahl die Demokratie hautnah, ihre Abläufe werden noch nachvollziehbarer“, betont Meier, der die Juniorwahl am Friedrichs betreut. 

Das Gesamtergebnis der bundesweiten Juniorwahl wird am Wahlsonntag, 24. September 2017, um 18:00 Uhr auf www.juniorwahl.de veröffentlicht. „Dann erst werden wir sehen, wieweit sich Übereinstimmungen oder Abweichungen vom Resultat der Bundestagswahl ergeben und inwieweit das FGH-Ergebnis dem der Juniorwahl insgesamt entspricht“, ist der Lehrer gespannt.

Seit 1999 wird die Juniorwahl durchgeführt und gehört zu den größten Schulprojekten Deutschlands: 1,8 Millionen Jugendliche haben sich an ihr in fast zwei Jahrzehnten beteiligt. Und das habe seinen Sinn, so Mario Meier weiter: Wissenschaftliche Studien belegten eine Steigerung der Wahlbeteiligung bei Erstwählern und deren Familien sowie eine Senkung des Nichtwähleranteils von 22 auf unter 7 Prozent.

Die Juniorwahl 2017 steht unter der Schirmherrschaft des scheidenden Bundestagspräsidenten Norbert Lammert; Förderer sind der Bundestag, das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend sowie die Bundeszentrale für politische Bildung.

Weitere Informationen zur Juniorwahl gibt es hier: http://www.juniorwahl.de/bundestagswahl-2017.html

Auch die Lokalpresse berichtete über die Juniorwahl am FGH!

Insgesamt haben am FGH 100 Schülerinnen und Schüler aus Grund- und Leistungskursen des Faches Sozialwissenschaften in der Oberstufe im Rahmen der Juniorwahl ihre Stimme abgegeben. Hier finden Sie nun das Schulwahlergebnis: 

Spannende Erfahrungen beim Finale des Europäischen Schülerparlaments in Manchester: FGH-Schülerin Antonia Kohde (Q2) war dabei

Als Jugendlicher Europaabgeordneter sein? Dass dies – zumindest im Planspiel – möglich ist, zeigten ausgewählte Repräsentanten aus ganz Europa, die sich vom 24. bis 27. Juli zu dem Finale des Europäischen Schülerparlaments in Manchester trafen.

Anlässlich des „Euro Science Open Forum“ trafen aus 16 Ländern rund 100 Schülerinnen und Schüler aufeinander, die jeweils eine Delegation für ihr Land bildeten. Der Endrunde in der englischen Metropole vorausgegangen waren die Regionalparlamente, welche in 16 Städten im Frühjahr diesen Jahres tagten. Deutschland entsandte dabei drei Delegationen aus Herford, Berlin und Rostock.

Der diesjährige Themenschwerpunkt war „Die Zukunft des Menschen“ , welcher den Teilnehmern eine große Bandbreite an zukunftsorientierten Diskussionsgrundlagen ermöglichte. Die zuvor auf lokaler Ebene behandelten Unterthemen wurden erneut zugeteilt. Zur Auswahl standen:

–                   Das menschliche Gehirn

–                   Gesund leben und essen – aber wie?

–                   Der Wandel der menschlichen Reproduktion

–                   Stammzellen – potenzielle Alleskönner?

–                   Das Innere erforschen

–                   Die Optimierung des Menschen

–                   Die Natur nachahmen

Das Ziel jeder Kleingruppe war es, eine Resolution zu erarbeiten, die Sachverhalte und Problematiken feststellt. Aus dieser Situationsanalyse sollten abschließend Maßnahmen zur Problemlösung abgeleitet werden. Am letzten Tag sollte dieser Lösungsvorschlag Vertretern des Europäischen Parlaments überreicht werden.

Den Einstieg in die spannende Thematik und die kommenden Tage stellte ein Einführungsvortrag der Professorin Judith Smith von der University of Salford dar.

Dank anregender Impulse konnten die Gruppen in die Arbeitsphase übergehen. Durch Brainstorming und Recherche wurden alle auf den gleichen Wissensstand gebracht und es ergaben sich erste Ideen. So entwarf  die Gruppe „Gesund leben und ernähren-aber wie?“ etwa die Idee einer App, welche europaweit mit Universitäten in Zusammenarbeit Informationen über gesunde Ernährung und Sport vermitteln soll.

Da am darauffolgenden Tag ein Experte der jeweiligen Gruppe unterstützend für Nachfragen zur Seite stand, erarbeiteten die Schülerinnen und Schüler Fragen, welche sie stellen wollten.

Nachdem alle Vorbereitungen für den kommenden Tag getroffen wurden, begann der Abend mit einem Besuch der „ESOF“-Konferenz, der uns einen Einblick in die Abläufe der gesamteuropäischen Wissenschaftskonferenz lieferte. Danach trafen sich alle Schülerinnen und Schüler gemeinsam in der Manchster Town Hall um sich einen „Science Slam“ anzugucken.

Im Fokus des zweiten Tages stand der jeweilige Expertenvortrag, welcher uns beim Verfassen der Resolution unterstützen sollte. Genauso wichtig war es, dass wir Fragen an unseren Fachmann stellen durften, denn durch diese Hilfe wurden die erarbeiteten Ergebnisse erneut kontrolliert. Nachdem alle fachlichen Fragen beantwortet wurden, arbeiteten die Kleingruppen an ihrer Resolution, die sie am nächsten Tag präsentieren würden. Dabei wurde jedem von uns deutlich, dass es in politischen und wissenschaftlichen Fragen nicht immer einfach ist, eine Lösung zu finden, die alle gleichermaßen vertreten.

Die parlamentarische Debatte fand in dem historischen Gebäude „Manchester Town Hall“ statt. Nach einer Eröffnungsrede von Dr. Katrin Rehak-Nitsche, konnten es alle kaum erwarten ihre Ergebnisse vorzustellen. Jede Gruppe las ihre Resolution dem Plenum vor, woraufhin eine Verteidigungsrede gehalten wurde. Nun konnten die anderen Teilnehmer des europäischen Schülerparlaments Fragen stellen, Kritik äußern und Verbesserungsvorschläge an die jeweilige Gruppe stellen. Abschließend wurde erneut eine Rede gehalten, welche die Funktion hatte, die Schülerinnen und Schüler davon zu überzeugen, für den Lösungsvorschlag abzustimmen. Es wurde über jeden einzelnen Punkt der Resolution abgestimmt, sodass demokratisch entschieden wurde, welche Forderungen an den Vertreter des Europäischen Parlaments übergeben wurden.

Die Debatte dauerte über sechs Stunden und war gefüllt von angeregten Diskussionen und einer kritischen Denkweise, die es ermöglichte, die für uns beste Resolution zu erarbeiten. Der letzte Tag endete mit der Übergabe der fertiggestellten Resolution an Julie Ward, einem Mitglied des Europäischen Parlaments.

In den drei Tagen konnten wir neue Freundschaften schließen und verschiedenste Denkweisen und Kulturen kennenlernen. Wir durften mit renommierten Forschern zusammenarbeiten und konnten mit unseren Ideen Anerkennung gewinnen und im Optimalfall auch Veränderungen bewirken.

Alle Teilnehmer haben gemerkt, wie wichtig es ist, wissenschaftliche Themen zu diskutieren, Ideen anderer aufzugreifen und kompromissbereit zu sein. Denn nur dadurch gelingt es, Problemlösungen zu finden, gut zusammenzuarbeiten und sich Gehör zu verschaffen.

Antonia Kohde (Jg Q2)

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Die 8b gemeinsam mit Herrn Dr. Tim Ostermann (MdB) am Bundestagsmobil

Infomobil des Deutschen Bundestages in Herford - Die 8b und 8c waren vor Ort!

Am 10.03.2016 besuchten die Klassen 8b und 8c gemeinsam mit ihren Politiklehrern Frau Wellner-Wilkens und Herrn Meier das Infomobil des Deutschen Bundestages, das auf dem Rathausplatz in Herford gastierte. Das Infomobil ist bundesweit unterwegs, um den Besucherinnen und Besuchern die Aufgaben und Arbeitsweise des Parlaments zu vermitteln. Abgeordnete der besuchten Wahlkreise berichten über ihre persönlichen Erfahrungen im Parlament und stehen den Besucherinnen und Besuchern ebenso Rede und Antwort wie die Honorarkräfte des Deutschen Bundestages. In Herford informierten die heimischen Bundestagsabgeordneten Dr. Tim Ostermann (CDU) und Inge Höger (Die Linke) über ihren spannenden Arbeitsalltag in Berlin sowie im Wahlkreis und standen für Fragen der Schülerinnen und Schüler zur Verfügung. Diese Möglichkeiten wurde von den Klassen gerne in Anspruch genommen, um aktuelle politische Themen wie die Flüchtlingssituation oder ein mögliches Verbot der NPD zu erörtern. Zum Abschluss des lohnenswerten Unterrichtsgangs bekamen alle Friederizianer reichlich Informationsmaterial in Bezug auf das Parlament, das politische System Deutschlands sowie unsere demokratische Grundordnung und auch einige kleine Leckereien mit auf den Rückweg. Politische Bildung muss nicht immer (nur) im Klassenzimmer stattfinden - das hat diese kurze Exkursion einmal mehr gezeigt!

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Das Europäische Schülerparlament 2016 in Herford

Am Wochenende vom 19. bis zum 21. Februar beteiligten sich 22 Schülerinnen und Schüler aus der Oberstufe des Friedrichs-Gymnasiums an der regionalen Runde des europäischen Schülerparlaments in Herford. An diesem Projekt nahmen Schülerinnen und Schüler von verschiedensten Schulen aus Ostwestfalen-Lippe teil. In diesem Rahmen wurde leidenschaftlich und konzentriert über verschiedene international wichtige Themen diskutiert. Der diesjährige Themenschwerpunkt war im Bereich der Naturwissenschaften angesiedelt. Um auf hohem Niveau debattieren zu können, befassten wir uns in Kleingruppen mit Themen, die uns vorher zugeteilt wurden. Der Auftakt der Veranstaltung fand in der Gesamtschule Friedenstal mit einem Impulsvortrag von Prof. Dr. Reinhold Leinfelder zu dem Thema „Das Anthropozähn“ statt. Nach dieser zum Nachdenken anregenden Rede fanden sich die Schüler in ihren Expertengruppen zusammen und bereiteten ihre Themengebiete vor. Die Themen lauteten:

1. Gesund ernähren - aber wie?

2. Die veränderte Fortpflanzung des Menschen

3. Stammzellen die potentiellen Alleskönner?

4. Augmented Human- Die Optimierung des Menschen

5. Die Natur nachahmen

In dieser ersten Phase wurden Begriffe geklärt und allgemeine Informationen mit verschiedensten Methoden gesammelt. Damit wir nicht unvorbereitet in diese Phase gehen mussten, wurden im Vorfeld Präsentationen zu den einzelnen Themen verschickt. Nach langen Arbeitsphasen und daraus resultierend guten Wissensgrundlagen endete so der erste Tag den Schülerparlaments. Tag zwei begann mit einer Vorbereitung auf die im Laufe des Tages anstehenden Expertenvorträge. Hierbei wurden noch offene Fragen diskutiert und aufgeschrieben. Am Vormittag waren führende Forscher aus ganz Deutschland zu Gast, um unsere Wissensgrundlage noch einmal zu erweitern und Fragen zu klären. Hierbei war es sehr interessant zu hören, wie der Arbeitsalltag dieser renommierten Forscher aussieht und mit welchen Problemen (egal ob rechtlich oder materiell) sie zu kämpfen haben. Im Anschluss an die Vorträge wurde sehr intensiv und lange diskutiert und man erkannte Probleme und Missstände in der Politik, die eine effiziente Forschung verhindern. Diese Erkenntnisse waren sehr wichtig, denn am Ende das Tages ging es darum, eine Resolution zu formulieren, in der man in acht Punkten Probleme feststellt und in den folgenden acht Punkten Forderungen zur Verbesserung dieser darlegt. Mit der Verfassung dieser Resolutionen endete ein weiterer sehr aufschlussreicher Tag. Am letzten Tag fand die Debatte im großen Ratssaal des Herforder Rathauses statt. Hier wurden die am Vorabend verfassten Resolutionen erst verlesen und im Anschluss in drei Runden diskutiert. Am Ende der drei Diskussionsrunden wurde über jede einzelne Forderung und schließlich über die gesamte Resolution abgestimmt. Die Forderungen sind zu weiten Teilen angenommen worden. Dieser letzte Tag endete mit der Übergabe der abgestimmten Resolutionen an den Bürgermeister Tim Kähler. Das gesamte Wochenende wurden die Gruppen von Mitgliedern der jungen europäischen Föderalisten betreut und angeleitet und es gab mehrmals am Tag Pausen zur Entspannung und Stärkung. Aber hiermit war das Projekt noch nicht zu Ende. Eine Jury hat das ganze Wochenende aufmerksam unser Verhalten in den Vorbereitungsphasen und der Diskussion beobachtet, denn es ging darum, in eine zweite Runde zu kommen. Wer sich hier beweisen konnte, hatte die Möglichkeit sich für das europäische Schülerparlament in Manchester im Juli zu qualifizieren. Vier Schülerinnen und ein Schüler des Friedrichs-Gymnasiums haben es in diese zweite Runde geschafft und wurden zu einem Auswahlgespräch eingeladen. Das Auswahlgespräch fand in englischer Sprache statt und jeder der zwölf anwesenden Schülerinnen und Schüler hatte drei Minuten Zeit vorzutragen, warum er nach Manchester will und was er sich dort erwartet. Im Anschluss an diese Vorträge gab es eine offene Diskussion über das Verhältnis von Gesellschaft und Wissenschaft. Die Anspannung war groß und alle waren hoch motiviert und konzentriert dabei. Von den fünf FGH-Teilnehmern, die es in die zweite Runde geschafft haben, qualifizierte sich mit Antonia Kohde aus der Jahrgangsstufe Q1 eine Schülerin für das Finale in Manchester. Zusammenfassend kann man sagen, dass dieses Projekt eine gute Möglichkeit für Schülerinnen und Schüler war, in parlamentarische Abläufe hineinzuschnuppern und am eigenen Leib festzustellen, wie schwer es ist, eine Problemlösungen zu finden, die für alle Beteiligten akzeptabel sind.

Ein Bericht von Fabian Schnitker (Q1)

Schauen Sie sich hier auch die Berichte der heimischen Lokalzeitungen an.

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Die FGH-Finalisten des Europäischen Schülerparlaments 2016

v.l.n.r.: Antonia Kohde (Q1), Siona Becker (Q1) und Jan Spanhofer (EF). Es fehlen: Fabian Schnitker (Q1) und Lara Kröger (Q2).

Podiumsdiskussion zur Zukunft der Euro-Zone am Friedrichs-Gymnasium

Die Teilnehmer und Moderatoren der Podiumsdiskussion, das Schülersprecherteam sowie die Schulleiterin Frau Horst de Cuestas

Am Montag, den 04.05.2015, hat im FGH eine Podiumsdiskussion zur Griechenland-Krise und der Zukunft der Euro-Zone stattgefunden. Mit Herrn Brok (CDU), Frau Koczy (Bündnis 90/Die Grünen), Herrn Schäffler (FDP) sowie Herrn Kähler (SPD) diskutierten prominente Politiker auf dem Podium der Aula des Friedrich-Gymnasiums. Organisiert wurde die Veranstaltung von der SV und der Fachschaft Sozialwissenschaften.

Lesen Sie hier nun einen Bericht der Veranstaltung.

Gelungene Podiumsdiskussion im Rahmen der Europawoche

Die wochenlange Planung und Organisation haben sich bezahlt gemacht. Anlässlich des diesjährigen Europaprojekttages an Schulen hat die Schülervertretung des Friedrichs-Gymnasiums mit Ute Koczy (Bündnis 90/Die Grünen), Frank Schäffler (FDP), Tim Kähler (SPD) und Elmar Brok (CDU) vier Politiker zu einer Podiumsdiskussion über die Zukunft des Euro vor dem Hintergrund der Wirtschafts- und Finanzkrise in Griechenland eingeladen.

Rund 450 Schülerinnen und Schüler aus den Jahrgängen neun, zehn und elf, darunter ebenfalls einige Gäste vom Ravensberger Gymnasium, wurden von den Moderatoren René Oberbrehmer und Antonia Kohde, beide Schüler und SV-Mitglieder am FGH sowie dem Lehrer und Mitorganisator Mario Meier durch die Veranstaltung geführt. Zwischendurch wurden kurze Videos eingespielt, die das Thema und die damit verbundenen Probleme veranschaulichten.

Durch den Austausch schlagkräftiger Argumente seitens der Teilnehmer entwickelte sich das Gespräch schnell zu einer lebhaften Diskussion mit einem hohen Unterhaltungswert und brachte dabei sowohl Gemeinsamkeiten als auch Unterschiede der Standpunkte der Politiker zum Vorschein. So wurde neben verschiedenen Lösungsmöglichkeiten auch der sogenannte „Grexit“ thematisiert, der einen Austritt Griechenlands aus der Währungsunion vorsieht. Dies stellte für den Europaparlamentarier Elmar Brok jedoch keine denkbare Lösung dar, da der Austritt Griechenlands aus dem Euro den Bankrott des Landes bedeuten würde und die EU in Folge dessen gleichermaßen in der Pflicht stünde, den Griechen finanziell unter die Arme zu greifen. Darüber hinaus würden die deutschen Investoren ihr angelegtes Geld verlieren und auch die Griechen müssten durch die Abwertung ihrer Währung mit einem Verlust an Kaufkraft, Inflation und Verarmung rechnen. Während Ute Koczy und Tim Kähler diese Meinung weitgehend teilten, sprach sich der als „Eurorebell“ überregional bekannt gewordene Frank Schäffler für den „Grexit“ in Verbindung mit einem folgenden Schuldenschnitt für Griechenland aus, da das Land aus seiner Sicht perspektivisch nur so wirtschaftlich gesunden könne. Weitere Finanzhilfen der Euro-Länder lehnte Herr Schäffler ab, während die anderen Teilnehmer diese nicht kategorisch ausschlossen, jedoch zwingend an staatliche Reformen Griechenlands knüpften. Uneinigkeit herrschte jedoch unter den Politikern in Bezug auf die Ausgestaltung der Reformen und die umzusetzenden Sparmaßnahmen der griechischen Regierung. In diesem Zusammenhang wurde neben der wirtschaftlichen auch die gesellschaftliche Situation in Griechenland kontrovers diskutiert.

Die Debatte wurde letztendlich mit der Frage an die Politiker nach einer persönlichen Vision für ein zukünftiges Europa abgeschlossen. Hierbei wurden Vorstellungen und Wünsche von einer gemeinsamen Wertegemeinschaft sowie einem Europa, das sich im Kollektiv Aufgaben wie dem Klimaschutz und dem Binnenmarkt stellt und diese gemeinsam bewältigt, deutlich.

Am Ende der Veranstaltung konnten dann auch Schülerinnen und Schüler aus dem Plenum Fragen an die Teilnehmer stellen.

Im Anschluss standen Herr Schäffler, Frau Koczy und Herr Dr. Ostermann (CDU-Bundestagsabgeordneter des Kreises Herford) im Rahmen von einstündigen Klassengesprächen den Schülerinnen und Schülern des 8. Jahrgangs Rede und Antwort über ihre Tätigkeit in der Politik. Diese interessanten Gespräche rundeten einen Vormittag, der ganz im Zeichen der Europapolitik stand,  erfolgreich ab.

Schauen Sie sich hier die Bildergalerie zur Podiumsdiskussion an.