• Bilinguale Schule
  • bilingual school
  • école bilingue
  • İki dilli okul
  • Двуязычные школы
  • dwujęzyczne szkoły
Friedrichs-Gymnasium Herford,
Werrestraße 9,
32049 Herford

+49 (0)5221 189 3660,
fridericianum@herford.de

  • Die Q2 in Irland

    Im Rahmen der diesjährigen Studienfahrten der Jahrgangsstufe Q2 waren die irische Hauptstadt Dublin und ihr Umland erneut Ziel von Schülerinnen und Schülern des FG.

  • Neuer Peru-Austausch am FGH

    In Südamerika Land und Menschen kennenlernen sowie kulturelle Highlights wie die Inka-Stätte Machu Picchu besuchen - das ist jetzt für alle möglich, die Spanisch gewählt haben! 

  • Reif für die Insel

    Im September erlebte der gesamte Jahrgang 6 eine erlebnisreiche Woche auf der Insel Langeoog.

  • Friederizianer im Reich der Mitte

    Neun Schülerinnen und Schüler des FGH haben kürzlich am ersten China-Austausch mit Xinbei (Provinz Jiangsu) teilgenommen, dort zwei Wochen lang in Gastfamilien gewohnt und die Schule besucht.

  • Das ist
    unsere Schule

    Begleiten Sie uns auf einem virtuellen Rundgang durch die Schule! Klicken Sie sich durch die Bilder-Galerie!

05.05.2015

Wie geht es mit Europa weiter?

Politiker diskutieren im Friedrichs-Gymnasium über die Zukunft der EU

Herford (wst). Wenn Politiker mit jungen Menschen über Europa reden, pendelt die Diskussion häufig zwischen den beiden Extremen Krise und Vision. So auch am Friedrichs-Gymnasium in Herford, wo anlässlich des Europatags die Schülervertretung (SV) am Montagvormittag Ute Koczy von den Grünen, Frank Schäffler von der FDP, Herfords Bürgermeister Tim Kähler (SPD) und den CDU-Europaabgeordneten Elmar Brok eingeladen hatte, die Zukunft des Euro-Raums zu diskutieren.
Das Moderatoren-Trio – zwischen den SV-Mitgliedern Antonia Kohde und Rene Oberbremer saß noch Lehrer Mario Meier – konnte in der Schulaula rund 450 Schülerinnen und Schüler aus den Jahrgängen  neun, zehn und elf des FGH sowie Gäste aus dem Ravensberger Gymnasium begrüßen.
Einig waren sich die Podiumsteilnehmer, dass die europäische Einigung den Mitgliedsstaaten nach zwei Weltkriegen den Frieden gebracht hat. Doch bei den Fragen um Ursache und Lösung der griechischen Staatsschuldenkrise gingen die Meinungen weit auseinander. »Die griechische Regierung erpresst die Mitgliedsstaaten des Euro-Raums und lässt sie immer weiter zahlen«, sagte Frank Schäffler, der im Austritt der Griechen aus der Gemeinschaftswährung, dem so genannten »Grexit«, eine Lösung sah.
Elmar Brok befürchtete, dass der »Grexit« nur dazu führen würde, dass Griechenland pleite ginge und die EU aus humanitären Gründen finanziell helfen müsste. Und das würde sehr teuer. Ute Koczy setzte sich für einen europäischen Schuldentilgungs-Fonds ein, der  Griechenland mit billigen Krediten unterstützen würde. Tim Kähler stellte die Frage, wie Griechenland eine ökonomische Basis auf Augenhöhe mit den anderen europäischen Staaten gewinnen könne. Investitionen, eine Reform des Steuersystems, der Aufbau ökonomischer Strukturen – all dies könne mit einer Niedrigzinspolitik und einer Refinanzierung ermöglicht werden.
Mit der Frage nach ihrer Vision eines zukünftiges Europas an die Politiker endete die Veranstaltung. Tim Kähler wünschte sich eine Union, die als Wertegemeinschaft, die über offene Grenzen und einer Vielfalt an Menschen verfüge, auch eine geeinte Außen- und Verteidigungspolitik besäße. Ute Koczy wünschte sich ein Europa, das sich demokratisch und gemeinsam Aufgaben wie dem Klimaschutz, der Verbesserung der Infrastrukturen und Digitalisierung annehmen würde. Schäffler sah im Binnenmarkt den Garanten für Frieden in Europa, nicht in der gemeinsamen Währung. Angesichts einer Vielfalt von Kriegen und Krisen direkt an europäischen Grenzen sah Elmar Brok allein ein geeintes Europa als befähigt an, Antworten auf diese Herausforderungen zu finden.

(aus: Herforder Kreisblatt, 5.Mai 2015)