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15.11.2013

Turbulente Liebeswirren

Freie Theatergruppe des FGH spielte den Sommernachtstraum

Stille Liebe, wildes Verlangen
Freie Theatergruppe des Friedrichs-Gymnasiums spielt sehenswert Shakespeares Komödie "Ein Sommernachtstraum"

VON RALF BITTNER

Herford. Vor Eifersucht und enttäuschter Freundschaft rasend stürzt sich Hermia auf Helena, denn der von ihr geliebte Lysander hat plötzlich nur noch Augen für die einstige Freundin. Sarah Kleemeyer spielt die Wütende mit vollen Körpereinsatz. Da können selbst Lysander und Demetrius im Bühnenhintergrund nur noch staunen.

Fast ein Jahr lang hatte die aus Schülern der Klassen zehn bis zwölf des Friedrichs-Gymnasiums bestehende freie Theatergruppe unter Leitung der ehemaligen FGH-Lehrer Ronald Scheibe-Hopmann und Egon Gindele an William Shakespeares "Ein Sommernachtstraum" gearbeitet. Zusammengefunden hatte sich die Gruppe 2012 für die Aufführung des Stücks "Die Tafelrunde" anlässlich des 300. Geburtstag Friedrichs des Großen. Ein Teil der Gruppe wollte weitermachen.

Das neue Stück war ein Wunsch der Schüler. Der "Sommernachtstraum" ist ein Klassiker - nicht einfach, eine Inszenierung mit eigenem Charakter zu entwickeln. Dies gelingt optisch durch ein imposantes Bühnenbild und liebevoll gestaltete Kostüme sowie durch Musik. Neben von Shakespeare inspirierten Kompostionen Brittens und Mendelssohns krächzt Tom Waits, und Julius Rau komponierte sogar Musik zum Stück.

Lysander und Hermia wollen sich einer arrangierten Hochzeit entziehen. Helena schickt Demetrius (Michael Habbe) seiner Ex hinterher, die er immer noch liebt, in der Hoffnung, dass er die Aussichtslosigkeit seiner Liebe einsieht und sich Helena zuwendet. Eifersucht vergiftet auch die Stimmung am Elfenhof: Oberon glaubt, dass seine Königin ein Menschenkind liebt und schickt seinen Diener, den Kobold Droll, in den Wald. Dieser belegt seine Königin mit einem Bann, der bewirkt, dass sie sich in das erstbeste Wesen, das ihr begegnet verliebt. In diesem Fall ist das Zettel, ein Schauspieler, der nachts im Wald für den Auftritt bei der höfischen Hochzeit probt.

Gut aufgelegte Darsteller machen das Zusehen zum kurzweiligen Vergnügen. Simone Rau bringt als omnipräsenter Droll mit seinen zauberhaften Scharaden Liebesleben und Natur durcheinander. Nick Pasveer meistert die nicht einfache Rolle des in einen Esel verwandelten, übertrieben chargierenden Laienschauspielers überzeugend. Und Kleemeyer scheint gleich zweimal auf der Bühne präsent: als zurückhaltend Liebende, fast schüchterne Hermia, und als eifersüchtige Furie, die sich auf ihre Freundin Helena stürzt, weil sie glaubt von ihr verraten worden zu sein. Michael Habbe als von Helena genervter Demetrius und Julian Dix, der sich im Zauberbann von Hermia ab- und Helena zuwendet, ergänzen den Kreis der Hauptdarsteller.

Für das märchenhafte Element sorgen die zur Musik im Reigen dahinschwebenden Elfen, für die Lacher die Schauspieltruppe, die für den Auftritt bei Hofe doch noch den passenden Ton findet. Dort wird am Ende geheiratet: Helena und Demetrius, Hermia und Lysander finden zueinander. Die Harmonie zieht ein, als Oberon und Titania wieder zueinanderfinden.

Lang anhaltenden Applaus gab es von den Zuschauern in der gut gefüllten Schulaula - für einen behutsam aktualisierten Klassiker, der sich ganz auf die jungen Liebenden konzentriert und ohne das Treiben bei Hofe auskommt. Ein märchenhafter Liebesreigen 2013, sehenswert.
Quelle: Neue Westfälische, 15.11.2013