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20.02.2016

Ein Siegel als Auszeichnung und Ansporn

Zertifiziert: Das Friedrichs-Gymnasium ist jetzt Teil des Schulnetzwerks "Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage". 95 Prozent Zustimmung in der Schulgemeinde. Der Anstoß kam von der Schülervertretung

VON RALF BITTNER

Herford. "Bereits 2014 kam in der Schülervertretung die Idee auf, dass das Friedrichs Gymnasium den Antrag stellen könnte, teil des bundesweiten Netzwerkes der ?Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage? zu werden", sagte Schülersprecherin Antonia Kohde im Anschluss an die offizielle Zertifizierung.

Um das Siegel SOR-SMC zu erhalten müssen sich mindestens 70 Prozent der Schüler, Lehrer und Mitarbeiter einer Schule zu dieser Aufgabe bekennen. Tatsächlich sagten am Ende 95 Prozent "Nein zu Diskriminierung und Ja zu Zivilcourage." "Dieses Ergebnis hat unserer kühnsten Erwartungen übertroffen", sagte Schülersprecher Justus Müller.

Im Vorfeld der Zertifizierung hatten die Schüler ihre Idee den verschiedenen Schulgremien vorgestellt, mit der Schulleitung nach geeigneten Projektpaten gesucht und letztlich auch die Unterschriftensammlung organisiert. Als Paten engagieren sich der Basketballprofi und Ex-Friederizianer Niklas Kiel und Pfarrer Matthias Storck.

Der erinnerte an die berühmte Rede Martin Luther Kings vom 28. August 1963. Es zeige sich, dass die Menschen durch unerschütterliches Engagement Kings Traum, "dass eines Tages auf den roten Hügeln von Georgia die Söhne früherer Sklaven und die Söhne früherer Sklavenhalter miteinander am Tisch der Brüderlichkeit sitzen können", ein deutliches Stück nähergekommen sein, immerhin hätten die USA heute sogar einen farbigen Präsidenten.

Storck ist in der früheren DDR, "einem Land fast ohne Ausländer" aufgewachsen. "In Westdeutschland hatten die Menschen 40 Jahre mehr Zeit, das Zusammenleben verschiedener Kulturen zu üben", sagte er, eine Erklärung für die in Ostdeutschland besonders stark ausgeprägten Ressentiments suchend.

Auch Elternvertreterin Kristina Budde und Schulleiterin Gudrun Horst de Cuestas verstehen die Auszeichnung als Ansporn. Ein diskriminierungsfreies Miteinander hätte als Ziel schon lange seinen Platz im Schulleben, die aktuellsten Entwicklungen hätten noch einmal gezeigt, wie wichtig diese Aufgabe sei. Inzwischen werden einige Flüchtlingskinder in Auffangklassen des FGH unterrichtet, Schülerinnen engagierten sich, als die ersten Flüchtlinge in Herford ankamen.

Überreicht wurden Urkunde und SOR-SMC-Schild von Karsten Wilke und Katharina Vorderbrügge von der Mobilen Beratung gegen Rechtsextremismus, die inzwischen unter dem Dach des Bildungswerks Arbeit und Leben in Herford ansässig ist. Sie betreuen die inzwischen 73 Schulen, die dem SOR-Netzwerk ostwestfalenweit angehören, bieten Hilfe bei Problemen und organisieren Treffen und Workshopwochenenden mit und für die Schüler.

Auch Wilke betonte, dass die Zertifizierung keinen festen Zustand beschreibe, sondern eine Selbstverpflichtung zum "Engagement gegen Rassismus, gegen Antisemitismus, gegen die Diskriminierung von Menschen aufgrund ihres Geschlechts oder ihrer sexuellen Orientierung" sei.

Aus der "Neuen Westfälischen" vom 20.2.2016