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Friedrichs-Gymnasium Herford,
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02.02.2015

Varietéabend des Friedrichs-Gymnasiums brachte Zuschauer in der ausverkauften Aula zum Lachen

(aus: Neue Westfälische vom 2.2.2015)
(aus: Neue Westfälische vom 2.2.2015)

Herford. Keinerlei Rücksicht auf Kollateralschäden im Publikum und am Lehrkörper haben die Abiturienten des Friedrichs genommen. Als letztes Gymnasium zeigten sie bei ihrem Varietéabend am Wochenende, was für Talente sie in ihrer Stufe haben und wie sie ihre Lehrer und die Abiturienten der anderen Schulen wahrnehmen. Dabei siegten die Schüler der Stufe Q2 nicht nur bei fast jeder Aufgabe, sondern durchlebten - quasi nebenbei - auch die Wandlung vom Hugo zum Boss.

Bereits bei geschlossenem Vorhang war das Motto deutlich sichtbar: "Vom Hugo zum Boss". Am rechten Rand der Bühne warteten neben einem Berg von Tüten bekannter Labels - getreu dem Motto durfte auch hier Hugo Boss nicht fehlen - drei Kleiderpuppen mit den Abkürzungen der drei Gymnasien darauf, angezogen zu werden. Wer dies als Erstes schaffte, der sollte der Boss unter den Schulen sein.

Doch bis dahin war es ein weiter Weg voller Aufgaben, deren Bestehen von den Lehrern - die Schüler schlüpften in deren Rolle - belohnt wurde.

So gab zum Beispiel Frau Fischer ihren karierten Schal, Herr Meier ein paar Schuhe und Frau Brockmeier eine Käsestange.

Die Accessoires waren auf den Charakter der Lehrkräfte abgestimmt, die hier regelmäßig einen leichten bis harten, aber dennoch amüsanten Hieb in die Seite bekamen. So auch Herr Schlüter, gespielt von Felix Meyer zu Bexten, der mit seiner Vorliebe für seinen Wohnort Oetinghausen oder den Besuchen von Kollegen in seinem Unterricht die perfekten Vorlagen lieferte.

Lehrer Schlüter selbst, der wie viele andere Pädagogen anwesend war, nahm es mit Humor und zeigte Meyer zu Bexten bereits in der Pause den erhobenen Daumen für die gelungene Leistung.

Doch auch die anderen Gymnasien bekamen ihr Fett bereits bei Begrüßung weg. "Wir haben hier echte Talente - ganz im Gegensatz zum KMG", neckte Moderatorin Alicia Peelen nach der Aufführung des Chores, der mit Liedern wie "Fame" oder "One love" zeigte, welche hervorragenden Sänger im kommenden Sommer die Schule verlassen werden.

Aber auch die Tanzaufführungen, etwa von der Hip-Hop-Gruppe "Bang Gang" brauchten sich nicht verstecken und schmissen passend zum Song Papier-Dollar-Scheine in die Menge. Und noch ein weiteres Talent wurde bei den ausverkauften Aufführungen am Samstag und am Sonntag sichtbar: die Q2 ist die Generation der Technik und zeigte dies auch mit zahlreichen eingebauten Videosequenzen.

Mit denen und dem Wissen der drei Friderizianer Swantje Brings, Katharina Emsen und Tobias Glatzel - die sich auch nicht vor peinlichen Gesangsauftritten scheuten - konnten die Abiturienten den Sieg ganz klar für sich ausmachen.

Davon, dass die Schüler nicht nur Wissen und künstlerisches Talent, sondern auch einen gewissen Style haben, waren die Zuschauer spätestens nach dem Auftritt der Stars Boris Entrup, Heidi Klum und Guido Maria Kretschmer überzeugt, die Teil einer der letzten entscheidenden Challenges waren. Den rund 420 Zuschauern gefiel die Leistung und sie belohnten sie mit langanhaltendem Applaus.