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05.03.2015

Uralte Bibliothek von Schimmel befallen.

Die bedeutenden Bücher des Friedrichs-Gymnasiums müssen ausgelagert und gereinigt werden...

(aus: Neue Westfälische vom 5.3.2015)
(aus: Neue Westfälische vom 5.3.2015)

Uralte Bibliothek von Schimmel befallenDie bedeutenden Bücher des Friedrichs-Gymnasiums müssen ausgelagert und gereinigt werden

Text und Fotos von Frank-Michael Kiel-Steinkamp

Herford. Führungen durch die einzigartige historische Lehrerbibliothek des Friedrichs-Gymnasiums sind abgesagt, Schüler dürfen den Raum im Keller der traditionsreichen Schule aus gesundheitlichen Gründen gar nicht mehr betreten. Der Staub auf den teils Jahrhunderte alten Büchern ist von Schimmelpilz befallen. Ausgerechnet im Jubiläumsjahr. Dagmar Kaufhold, die die Bibliothek ehrenamtlich betreut, hat die graue, flockige Schicht nach den letzten Sommerferien entdeckt und Alarm geschlagen.
Die Ursache für den auffälligen Pilzbefall liegt womöglich in einem besonders feuchten Sommer, berichtet Schulleiterin Gudrun Horst de Cuestas.

Während der großen Ferien waren die beiden älteren elektrischen Entfeuchtungsgeräte offenbar überfordert. Zudem scheint der Kellerraum generell ungeeignet, Bücher aufzubewahren.

Am 18. Februar gab es einen Ortstermin zur Schadensanalyse, zu dem die Stadt neben dem eigenen Archivar Christoph Laue auch die Restauratorin Birgit Geller vom Archivamt des Landschaftsverbandes in Münster eingeladen hatte. Das Phänomen ist der Fachfrau aus anderen Bibliotheken und Archiven und auch aus anderen Sommern bekannt. Der Schimmelbefall beginnt an verunreinigten Oberflächen. Der Staub zieht Wasser an und steckt voller Nährstoffe. Wird nicht gehandelt, frisst sich der Schimmel in die Buchsubstanz. Doch noch lässt sich ihrer Meinung nach der Schimmel an der Schulbibliothek durch fachgerechtes Absaugen entfernen. Danach sei die gesundheitliche Gefahr gebannt. Werde dann wieder ein trockeneres Klima hergestellt, gebe der Pilz auf.

Den Kellerraum, in dem die Bibliothek seit 1972, als die Schule den Neubau in den Werregärten bezogen hat, verwahrt wird, hält die Restauratorin allerdings als Aufbewahrungsort für Bücher für "nicht so ideal".

Die Zeit drängt auch, weil in dem Kellerraum in wenigen Wochen dringende Reparaturen an Abflussrohren durchgeführt werden müssen. Die Bibliothek muss also chnell ausgelagert und gereinigt werden.

Die Koordination hat die Leiterin der Schulabteilung im Rathaus, Heidi Pahmeyer. Keine leichte Aufgabe: Sie muss Papierrestauratoren finden, die kurzfristig die Kapazitäten haben, die Bücher abzusaugen und in Kartons zu stecken. Denkbar ist auch, dass die Bücher erst eingepackt und dann in der Firma gereinigt werden.

In jedem Fall gebraucht wird als Zwischenlösung eine geschätzt 150 Quadratmeter große Lagerfläche für die 800 Regalmeter Bücher, die vom Raumklima und von der Statik geeignet ist. Noch unklar ist, was das alles kosten wird. Stadt und Schule wären für einen Sponsor dankbar. Später wird man in Ruhe überlegen müssen, wo die Bibliothek dauerhaft verwahrt und gezeigt werden kann. Das Kommunalarchiv hat den Platz nicht.

Schulleiterin Gudrun Horst de Cuestas wünscht sich einen Anbau an der Schule, der gleichzeitig das Platzproblem im Lehrerzimmer löst. Die Fridericianer haben immer Wert darauf gelegt, die Bibliothek im Haus zu behalten. Denn sie begreifen die rund 10.000 Bände als "Dokument des Schullebens". Im Rathaus kann man sich auch andere Lösungen vorstellen.