• Bilinguale Schule
  • bilingual school
  • école bilingue
  • İki dilli okul
  • Двуязычные школы
  • dwujęzyczne szkoły
Friedrichs-Gymnasium Herford,
Werrestraße 9,
32049 Herford

+49 (0)5221 189 3660,
fridericianum@herford.de

  • Die Q2 in Irland

    Im Rahmen der diesjährigen Studienfahrten der Jahrgangsstufe Q2 waren die irische Hauptstadt Dublin und ihr Umland erneut Ziel von Schülerinnen und Schülern des FG.

  • Neuer Peru-Austausch am FGH

    In Südamerika Land und Menschen kennenlernen sowie kulturelle Highlights wie die Inka-Stätte Machu Picchu besuchen - das ist jetzt für alle möglich, die Spanisch gewählt haben! 

  • Reif für die Insel

    Im September erlebte der gesamte Jahrgang 6 eine erlebnisreiche Woche auf der Insel Langeoog.

  • Friederizianer im Reich der Mitte

    Neun Schülerinnen und Schüler des FGH haben kürzlich am ersten China-Austausch mit Xinbei (Provinz Jiangsu) teilgenommen, dort zwei Wochen lang in Gastfamilien gewohnt und die Schule besucht.

  • Das ist
    unsere Schule

    Begleiten Sie uns auf einem virtuellen Rundgang durch die Schule! Klicken Sie sich durch die Bilder-Galerie!

07.04.2014

Das Herforder Schülerparlament hat getagt: Drei Tage lang arbeiteten Jugendliche an Ideen über die Zukunft der Stadt

Das Herforder Schülerparlament hat getagt Drei Tage lang arbeiteten Jugendliche an Ideen über die Zukunft der Stadt - als Teil eines europäischen Projekts von Hartmut Braun Herford. Sechs Stunden hatten sie am Sonntag eine "Stadt der neuen Wege" diskutiert. Sie hatten über Demokratie im Zeichen riesiger Datenclouds gestritten und originelle Ideen für mehr Grün überprüft. Hinter ihnen lagen drei Tage voller Vorträge, Debatten, Überzeugungsarbeit, Kampfabstimmungen. Doch müde waren die Schüler-Parlamentarier immer noch nicht. Sie hatten sich alle freiwillig gemeldet für die Teilnahme am "Europäischen Schülerparlement", das die Herforder Wissenschafts-Vermittlerin Dr. Annette Klinkert nach Herford geholt und das Friedrichs-Gymnasium federführend vorbereitet hatte. Anfangs 60, am Ende immer noch 45 Schüler aus Herford und Umgebung machten mit im Bewusstsein, dass Gleichaltrige in 19 anderen europäischen Städten von Turin bis Cambridge, Tartu, Barcelona und Athen sich in der gleichen Form mit dem gleichen Thema auseinander setzen: Die Zukunft unserer Stadt. "Schon im Vorfeld haben die Teilnehmer viel Material zum Thema gelesen", berichtet Annette Klinkert. Zum Einstieg am Freitag skizzierte der Architekt Alexander Rieck die Vision einer ökologischen, energieautarken, durchgeplanten Stadt der Zukunft, wie sie im Mittleren Osten entsteht. Das bot Stoff für erste Kontroversen: Von Teilhabe und sozialer Stadt war da nicht die Rede. Dann waren die jungen Parlamentarier - zwischen 16 und 19 Jahre alt - an der Reihe. Sie teilten sich in fünf, thematische, "Fraktionen" auf, denen jeweils hochkarätige Wissenschaftler zugeordnet waren: Mobilität, Stadtklima, Demografie, Ressourcen und Smart City ("die vernetzte Stadt"). "Durch die Expertenvorträge hat man einen ganz anderen Blick auf die Themen bekommen", berichtet Serena Rossi später. Das bedeutete allerdings nicht, dass die Schüler ihnen blind gefolgt wären. Ihre Aufgabe war es, in der Gruppe Forderungen zu erarbeiten, die am Sonntag dem Plenum zur Abstimmung vorzulegen waren. Dort entschied sich, welche Projekte später Bürgermeister Bruno Wollbrink als Abschluss-Resolution übergeben werden sollten. Das Niveau der Debatten erreichte zeitweilig erstaunliche Qualitäten: Prof. Dr. Rainer Danielzyk (Dortmund) bescheinigte den Schülern, mindestens auf der Ebene von Bachelor-Studenten zu debattieren. Sein Paderborner Kollege Prof. Dr. Jörg Müller-Lietzkow sprach von den Teilnehmern als "typischen Unternehmern", die etwas erreichen wollten. Zwar spiegelten sich in den Debatten bisweilen die klassischen Partei-Muster: Unternehmerische Freiheit gegen soziale Verantwortung, ökologische Nachhaltigkeit gegen tagesaktuelle Sachzwänge. Doch mehr als sonst in den Debatten im Großen Ratsaal war Interesse an neuen Ideen zu spüren - und immer wieder pure Freude an der Auseinandersetzung. "Solche Debatten sind aufschlussreich und ich finde es spannend, auch andere Positionen und Meinungen zu hören, sagt Lukas Hassebrauck vom "Ravensberger", der von einem "tollen und einzigartigen Erlebnis" spricht. "Da sind tolle, innovative Pläne zustande gekommen. Jede Gruppe kann stolz sein," fasste Tobias Brocks von der Ernst-Barlach-Realschule zusammen. Die Rente mit 63 wurde am Ende genauso abgelehnt wie das Betreuungsgeld. Umstritten war die Schaffung von "shared spaces" in der Verkehrsplanung und überhaupt die Idee der "Smart City". Doch das kann auch daran gelegen haben, dass die Forderungen sehr kompliziert formuliert waren. Nach einigem Zögern gingen die Redner dazu über, sich auch mal mit "liebe Parlamentarier" und "hohes Haus" anzureden. Dass man sich gegenseitig ausreden lässt und möglichst genau zuhört, war hier eine Selbstverständlichkeit - wohl auch Dank der behutsamen Moderation durch eine überparteiliche Gruppe von Europa-Begeisterten um den Münsteraner David Schrock.

Info Europäisches Schülerparlament

60 Schülerinnen und Schulen diskutierten drei Tage lang im Friedrichs-Gymnasium und gestern im Ratssaal über die "Zukunft der Stadt". Sie erarbeiteten Forderungen, die im Plenum zur Abstimmung gestellt und nach Annahme Bürgermeister Bruno Wollbrink überreicht wurden.
Organisator ist "Wissenschaft im Dialog", eine Initiative der Wirtschaft. Herford hatte neben Berlin eines von zwei deutschen Schülerparlamenten.
Europaweit treten 20 Parlamente in 18 Ländern zusammen.Vom 20. bis 22. Juni findet in Kopenhagen eine große Abschlusstagung statt, zu der aus jedem Parlament fünf Teilnehmer entsandt werden.

Am Herforder Schülerparlament waren beteiligt: Friedrichs-Gymnasium, Ravensberger Gymnasium, Königin-Mathilde-Gymnasium, Gesamtschule Friedenstal, Ernst-Barlach-Realschule (alle Herford), Olof-Palme-Gesamtschule Hiddenhausen, Gymnasium am Markt Bünde, Gymnasium Leopoldinum Detmold, Pelizäus-Gymnasium Paderborn.

aus: Neue Westfälische, Montag, 7. April 2014